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Die IT-Transformation eines Baumarkts - mit Tim E., Obi

Shownotes

Ein Baumarkt-Konzern, der seit über 50 Jahren im Geschäft ist - und trotzdem gerade eine der größten IT-Transformationen seiner Geschichte durchzieht. Tim Engler, CIO bei OBI, erklärt, wie er ERP, Marktplatz und Arbeitsumgebung parallel modernisiert hat, ohne dass der laufende Betrieb darunter leidet - und warum die Organisation am Ende wichtiger war als jede einzelne Technologie-Entscheidung.

Key Takeaways: → Warum die mutigste Entscheidung nicht die Technologie war, sondern der Mut zu einer noch unerprobten Plattform (VTEX) für den europäischen Markt → Wie OBI sein ERP von einer AS400-Umgebung auf Microsoft Dynamics gehoben hat - verzahnt mit einem neuen, komplett neu gebauten Lagerstandort in Polen → Warum sich OBI bewusst für Google Workspace samt Gemini entschieden hat → Wie Domain-Teams nach dem Build-it-run-it-Prinzip die Müdigkeit zwischen Projekt- und Fachbereich auflösen → Wieso Agentic Engineering bei OBI zuerst im Software Development Lifecycle erprobt wurde, bevor es jetzt die Modernisierung von Kasse und Warenwirtschaft beschleunigt

Über den Gast: Tim Engler ist CIO bei OBI und seit 13 Jahren im Unternehmen, zunächst in einer internen Beratungsfunktion mit viel Projekterfahrung quer durch alle Fachbereiche, später in der kundennahen Digital- und E-Commerce-IT und schließlich mit der Gesamtverantwortung für die IT des Konzerns. 2024 wurde er mit dem Sonderpreis "Customer Experience" bei den CIO des Jahres Awards ausgezeichnet.

MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts.

🔗 Zum LinkedIn Profil von Tim Engler: https://de.linkedin.com/in/tim-engler-8756ba3a 🔗 OBI: https://www.obi.de/ 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi

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Transkript anzeigen

00:00:00: In der heutigen Folge spreche ich mit Tim von OBS.CIO, er verantwortet über sechshundert Personen für sechsachzig Filialen und über vierzigtausend Mitarbeiter insgesamt.

00:00:12: Wir sprechen über unterschiedliche Themen, Infrastruktur, Modernisierung von Devices in den Filialern aber am Ende dann auch über das neue und spannende Basswort natürlich Agentic Engineering.

00:00:23: und da machen sie wirklich einiges!

00:00:31: In dieser digitalen Welt gibt es einen speziellen Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

00:00:37: Daten!

00:00:39: Doch nur die wenigsten wissen sie für sich zu nutzen.

00:00:42: Wer seine Kunden verstehen will um ihnen das bieten zu können was sie brauchen kommt um ein professionelles Datenmanagement nicht herum.

00:00:49: Jonas Rascheli interviewt andere Experten aus den Data Bereichen und zeigt Schritt-für-Schritt wie genau das funktioniert.

00:01:15: Wir sprechen mit ihm über die unterschiedliche Reise von den einzelnen Themen, die er als CIO bei OB so bis jetzt erfahren hat.

00:01:25: Heute!

00:01:25: Ich hätte, glaube ich noch viel mehr zu dir sagen können.

00:01:29: Aber ich würde frech behaupten dass dich auch einige Leute kennen.

00:01:33: Von daher können wir die Abkürzung oder die Vorstellung kurz machen außer du willst noch was sehr gerne sagen.

00:01:39: und dann ist glaube ich die Story die wir haben viel spannender.

00:01:43: um darüber nochmal ein bisschen mehr zu erzählen.

00:01:45: Alles fein?

00:01:46: Ja?

00:01:51: Als wir so'n bisschen im Vorgespräch gesprochen haben hast du Eigentlich so ein bisschen den Traum eines jeden CIOs erzählt, nämlich dass du in der IT einmal komplett alles anfest und alles umkrempelst.

00:02:05: Und das ist ja die Vorstellung, die viele C-Level im IT Bereich haben.

00:02:11: Das habt ihr so ein bißchen geschafft oder seid noch dabei würde ich jetzt mal frech behaupten.

00:02:15: Kannst du uns von Anfang der Reise bis Jetzt mitnehmen?

00:02:19: Dann habe ich mal eine spannende Frage was der kritischste Punkt war, die spannende und kritische Entscheidung, die du eigentlich in der Zeit treffen durftest.

00:02:31: Also erst mal schön dass du das so als Traum formulierst ist natürlich auch eine Menge Arbeit.

00:02:37: aber lass mich versuchen das so ein bisschen komprimiert zusammenzufassen.

00:02:43: Erst mal Obi ist ja ein traditionsreiches Unternehmen, wir sind über fünfzig Jahre alt und entsprechend ist die IT natürlich auch an einigen Stellen ein paar Jahre älter.

00:02:54: Und IT war auch lange Zeit einfach einen... Das musste einfach funktionieren und das muss irgendwie laufen.

00:03:00: und das war es dann aber auch, dass hat sich natürlich in den letzten Jahren massiv geändert nicht nur bei uns, bei vielen anderen Unternehmen auch.

00:03:07: und so sind wir an einem Punkt gekommen, dass wir gemerkt haben okay Wenn das wirklich für uns ein kritischer Befähiger sein soll fürs Geschäft, dann müssen wir auch etwas anders machen.

00:03:17: Und das haben wir angefangen Schritt-für-Schritt und wenn du sagst Ende zu Ende Ja, das stimmt!

00:03:24: Wir fassen eigentlich alle Bausteine an.

00:03:27: Für mich kann man das so in vier Kategorien klustern.

00:03:29: Die eine Kategorie ist alles was irgendwo Umsatz befähigt neues Geschäft wirklich machst, Digitalgeschäft im wesentlichen Marktplatz-Geschäft.

00:03:39: Kundenansprache digitaler Natur über die App Kunden aber auch in die Märkte bekommen loyalty Programme das sind ja alles so Umsatzthemen.

00:03:46: dann haben wir natürlich auch Themen wie kriegen wir uns intern möglichst automatisiert effizient aufgestellt?

00:03:51: Das sind ganz viele interne Geschäftsprozesse im Einkauf, Marketing und Logistik Im Personalwesen, im Finanzbereich kannst du natürlich auch dann quer durchgehen Unter drunter, das sind ja eher so die unsichtbaren Themen.

00:04:04: Hast du natürlich das Ganze modernisieren von IT-Systemen, die nicht unmittelbar wertstiften aber eben mittelbar oder gehört sowas wie Stammdaten mit dazu Artikelstammdate ist ein schönes Thema bei einem Händler ERP Systeme, die du aber als Grundlage eben brauchst und die auch in dem Anspruch von dem was du vorn haben Kunden ermöglichen willst genügen müssen?

00:04:29: Und last but not least, ein sauberer Betrieb so wie es vorher ja auch war.

00:04:33: Die D-Karten davor in der Storie von Obi muss natürlich immer noch sauber gewährleistet sein, stabil laufen und in den letzten Jahren natürlich auch immer mehr mit einem Fokus auf Cybersecurity abgesichert sein.

00:04:45: Ein spannender Punkt weil ich glaube wenn man sich das so ein bisschen anschaut und überlegt wie man so eine Reise starten könnte, wenn man jetzt irgendwie als tiefer antwortliche Person in die Unternehmen kommt kannst du glaub ich schon Die von dir, die zwei erst genannten Themen bis zum Gewissensgrad aufbauen und den Umsatz befähigen hast du ja gesagt.

00:05:04: Aber wenn du die Grundlagen nicht geschafft hast ERP und Co.

00:05:07: wirst du irgendwann in so eine Schallmauer stoßen Und hast dann ERP-Projekte sind nicht mal innerhalb von einem Jahr erledigt.

00:05:16: Leider nicht!

00:05:17: Nicht die, die ich kenne.

00:05:20: Von daher ist es ja schon ein bisschen Drahtseilakt, kann man das so als Analogie beschreiben.

00:05:24: Was starte ich wie?

00:05:26: Wann starte Ich sozusagen mit welchem Projekt um auch vielleicht den Bye-In von den Stake Holdern zu bekommen?

00:05:31: weil meine Wahrnehmung ist, ich verantworte ja auch die IT bei Falke ist wir sind schon eine starke Projektorganisation also wir modernisieren seit Jahren was ja auch richtig ist.

00:05:44: der Fachbereich ist aber auch irgendwann müde zu modernisieren, weil die natürlich auch ihr Tagesgeschäft machen.

00:05:50: Was in der IT-Überbereiche anders aufgeteilt ist als der IT Service, die sozusagen Betrieb machen und die anderen sind aber rein Projektgeschäftspersonen, die so zu sagen eigentlich auch gerne wenn das Projekt fertig ist schon das nächste hätten.

00:06:03: Also stecken ja mehrere Sachen drin in dem was du gesagt hast.

00:06:06: Erst mal das Thema Balanceakt.

00:06:08: natürlich dass es immer... fängt ja an damit wo stecken wir wie viel Ressourcen rein, auch wie viele Investitionen und da gibt es ja auch kein richtig oder falsch in meinen Augen.

00:06:18: Sondern das ist sehr situationsabhängig.

00:06:19: was sind auch für Bedarfe da?

00:06:22: Und ich bin immer gut damit gefahren zu versuchen, die Dinge möglichst gut miteinander zu verzahnen.

00:06:27: Dass du wenn du einen Modernisierungsprojekt hast auch entsprechend Business Benefits versuchst dort mit einzubeben, damit du nicht in eine Situation kommst.

00:06:34: Ich mache jetzt erstmal zwei Jahre Modernisierung und solange gibt es nichts an irgendwie Verbesserung für dein Geschäft.

00:06:42: Und dann kommt das später irgendwann.

00:06:44: Das macht natürlich müde In dieser Kombination, das in den Roadmaps gleichzeitig einzubauen.

00:06:50: Klar ist es herausfordernder aber da fahre ich eigentlich ganz gut mit.

00:06:56: und der andere Teil, den du gesagt hast wie kriegt man diese Müdigkeit weg?

00:07:02: Und wie kriegt man das auch in der Organisation übersetzt?

00:07:06: Da glaube ich ganz fest an das Thema dass du es schaffst wirklich gemischte Teams zu bauen!

00:07:10: Ich bin auch ein großer Freund davon, dass Product Owner in den Geschäftsfunktionen sitzen.

00:07:15: Und nicht in der IT, dass das eben dann wirklich ein Gemeinschaftsthema ist was man dort vorantreibt.

00:07:22: Und dass du auch ja schaust, dass du diese Teams möglichst in Domains schneidest.

00:07:29: also wir haben zum Beispiel eine Domain die kümmert sich rein um Customer und digital digitaler Kanal-Themen.

00:07:35: Wir haben eine Domaine die kümert sich um Commercial und Einkauf und so kannst du es dann halt fortführen.

00:07:39: und in diesen Domains gilt bei uns tatsächlich Obility to Run It.

00:07:43: Also, da gibt es nicht diese harte Trennung zwischen der Projekt- und der Serviceorganisation.

00:07:48: Sondern das gehört schon mit dazu...

00:07:50: In der Domäne sozusagen?

00:07:51: Ja.

00:07:52: Weil wenn du ein schlechtes Projekt machst was danach stechwartbar ist dann solltest du's auch selber ausbauen.

00:07:56: Da hätte ich Klassiker.

00:07:57: Kann man sich eine andere Radar nachdrimmen.

00:08:01: Das funktioniert nicht.

00:08:04: Wie lange bist du jetzt schon bei Obi?

00:08:06: Bei Obi bin ich schon ne ganze Weile, dreizehn Jahre.

00:08:10: Nicht immer in der IT, ungefähr die Hälfte der Zeit bei Ruby war ich im In-House Consulting Funktionen.

00:08:15: Ich habe also ganz viel Projektgeschäft gemacht und hab ganz viele unterschiedliche Bereiche kennengelernt dürfen.

00:08:19: Und die zweite Hälfe dann in der

00:08:21: I.T.,

00:08:21: zuerst den E-Commerce Bereich verantworten und danach und nach die Gesamtverantwortung ausgeweitet.

00:08:26: Ja?

00:08:27: Jetzt in deiner Zeit als ... in der Gesamt Verantwortung für die I. T., wenn wir es jetzt mal so klustern möchten... Was war da für dich die mutigste ... Einzelentscheidung, die du getroffen hast?

00:08:41: Die mutigste Entscheidung würde ich sagen war tatsächlich direkt zu Beginn.

00:08:46: Wir haben uns ja entschieden für Marktplatz und Digitalgeschäft VTECs als Plattform einzuführen.

00:08:52: in Europa.

00:08:53: eine No-Name In Lateinamerika kennen sie jeder.

00:08:55: da haben sie einen neunzigprozentigen Marktanteil Und das waren natürlich ein Risiko behaftete Entscheidungen, die ich getroffen habe unter dem Rational Time to Market weil wir unbedingt des Marktplatz Geschäft aufbauen wollten und mit der Plattform konweben beides at the same time delivern.

00:09:12: Und das hat uns keine andere Plattform geboten, aber dafür sind wir ins Risiko gegangen für Time to Market.

00:09:18: Gab's da schlaflose Nächte?

00:09:21: Auf jeden Fall!

00:09:23: Auch wenn du... Du wirst natürlich immer wieder mit unterwegs konfrontiert Wenn irgendetwas mal nicht perfekt funktioniert Dann kommen immer Fragen in einer großen Organisation auf.

00:09:33: Das ist auch ganz normal und ein Stück weit natürliches Konvektiv.

00:09:38: Und dann fragst du dich schon, war das richtig?

00:09:42: Oder willst du lieber noch mal was nachkorrigieren.

00:09:45: Bin aber auch ein Freund davon zu seiner Entscheidung zu stehen und durchzuziehen.

00:09:52: Ja also der Klassiker in dem man ihn bei Entscheidungen kennt, ich setze lieber auf europäische oder deutsche Platzhürsche weil wenn es mit denen nicht funktioniert hätte es mit keinem anderen funktionieren können versus man entscheidet sich vielleicht für den Hidden Champion oder einen Außenseiter und dann wird jede Projektentscheidung oder Fehler, der da drin ist.

00:10:15: Der auch normal ist vielleicht so ein bisschen an, hätte man doch vielleicht was anderes entscheiden

00:10:19: können?

00:10:19: Ja hat aber eben auch viele Vorteile.

00:10:21: also du hast auf jeden Fall wenn du solche kleineren Player nimmst oder Hidden Champions nimmts, dann hast du Kostenvorteile.

00:10:28: Das steht ganz vorne auf der Liste.

00:10:31: Was ich aber auch gemerkt habe das ist nicht nur bei dem Projekt so gewesen auch beandern Der Einsatz von solchen Unternehmen und der Wille, dass wir gemeinsam hinzukriegen ist viel größer.

00:10:41: Du bist halt nicht Firma Nr.

00:10:43: one-tausend-siebenunddreißig die irgendeine Initiative da macht sondern du bist halt Number One!

00:10:51: Ja

00:10:51: es ist so eine Empfehlung, die du in einem anderen IT verantwortlich auch geben würdest.

00:10:56: also natürlich kommt's immer auf die auf individueller Abschätzung an.

00:11:00: aber ist der Großteil eher auf kleinere Firmen zu setzen versus größere?

00:11:05: würde ich so pauschal nicht beantworten, das ist schon in meinen Augen sehr situationsabhängig.

00:11:10: und auch am Ende eine Risikoabwägung.

00:11:14: Für uns ist das Digitalgeschäft im Vergleich zum stationären Geschäft viel viel kleiner.

00:11:19: also im digitalen Umfeld machen wir ungefähr zehn Prozent von unserem Gesamtumsatz und damit ist es ein verkraftbares Risiko.

00:11:27: so einen Move würde ich z.B.

00:11:29: in unseren Stores.

00:11:30: wenn's um die Kasseninfrastruktur geht würde ich nicht gehen.

00:11:33: Ein gutes Beispiel.

00:11:35: Habt ihr die Kasseninfrastruktur modernisiert in deiner Zeit?

00:11:38: Noch nicht, aber fangen wir jetzt an!

00:11:41: Das heißt wirklich du, ihr krempelt von A bis Z einmal alles durch?

00:11:46: In der Tat, in der Tat.

00:11:48: Wir haben den ERP-Backbone erfolgreich abgeschlossen und jetzt kommt der Stone und die Gasse dran.

00:11:55: Nehm uns doch mal noch mal so ein bisschen mit von... Du hast ja vorhin so ein bißchen die Story schon aufgemacht.

00:12:03: Von wo kommt ihr, also was waren so die ersten Projekte?

00:12:07: Außer das eine Projekt, was du jetzt schon von der mutigen Entscheidung anfangt genannt hast zu... Welche Schmerzen oder Entscheidungen habt ihr dann getragen.

00:12:15: Ich habe verstanden gehabt, ihr seid als allererstes auf dem Marktplatz.

00:12:19: Ihr AP-Projekt war ein Thema ... Was war so zeitlich die Abfolge, die ich mir vorstellen muss?

00:12:27: Das Marktplatzthema haben wir ja.

00:12:31: Ich glaube, es ist auch schon eine gefühlte Ewigkeit her.

00:12:35: Da haben wir das gemacht und kurz darauf mit ein bisschen Überlappung haben wir auch mit der ERP-Modernisierung begonnen.

00:12:43: Insbesondere bei uns fokussiert auf Logistik und Großhandel.

00:12:46: Das haben wir bei uns bewusst in den Domains auch getrennt – auf der einen Seite logistische Abwicklung und Großhandel, auf der anderen Seite Retailgeschäft und Filialen.

00:12:54: denn wir sind als Frinscheißgeber eben auch in der Trennung Häufig unterwegs, weil wir eben auch waren an unseren Franchise-Partnerverkaufen.

00:13:03: Daher diese Trennung und

00:13:05: macht ja auch dann eigentlich noch kurz die IT- und Infrastruktur für die Franchises

00:13:10: nehmen?

00:13:10: Ja zu hundert Prozent.

00:13:16: In dieser großen ERP Modernisierung.

00:13:18: dort ist eigentlich schon gesagt so was geht nicht in einem Jahr das hat uns vier Jahre begleitet.

00:13:24: jetzt und damit bist du auch gut beschäftigt.

00:13:29: parallel.

00:13:30: Das ist halt das Schöne, wenn du so deine IT-Organisation und auch deine Produktorganisation in diesem Domain schneidest, konnten wir aber alles andere weitermachen.

00:13:38: Diese Domain war natürlich nur damit beschäftigt und nichts anderes mehr gemacht.

00:13:44: Aber alle anderen Domains konnten ganz normal weiterarbeiten und haben ihre Initiativen gemacht.

00:13:47: Wir haben parallel dazu weiter unser E-Commerce Geschäft, unser Markplatzgeschäft ausgeweitet, haben in Länder ausgerollt haben Heyobi App international gebracht.

00:13:57: Das konnte einfach alles weiterlaufen, das ist natürlich der charmante an dieser Organisationsform.

00:14:02: War die Organisations-Form schon immer da?

00:14:06: Weil wir haben jetzt sehr viel über Technik gesprochen aber ganz wenig über die eine Organisationsentscheidung.

00:14:11: Du

00:14:12: warst länger bei Obi bevor du in die Position kamst.

00:14:16: dadurch kennst du natürlich die Orga.

00:14:18: War das so eine Entscheidung?

00:14:19: Das ist erstmal ein riesen Vorteil wenn du... länger dabei bist und die Orga kennst.

00:14:24: Und die Orger auch lesen kannst, damit auch einzelne Personen Entscheidungsträger dann fällt ihnen natürlich auch Anpassung der Orga leichter.

00:14:31: Das war ein Riesen Benefit für mich.

00:14:33: aber ja einen Teil der Organisation war bereits in diesen Domains organisiert, einen Teil aber auch nicht.

00:14:39: Die Konsequenz wie wir das geschnitten haben habe ich sehr früh gemacht.

00:14:47: Damit hast du, glaubst du das, wenn man so ein bisschen Hennerei ist es die erste Entscheidung, die man treffen sollte bevor man viel an der Modellisierung macht?

00:14:56: Weil du sagst hat viel geholfen an gewissen

00:14:58: Stellen.

00:14:58: Ich würde schon sagen, denn du weißt dass du am Ende alles anfassen wirst und musst auch oder auch willst weil da mehr Potenzial drin ist fürs Unternehmen.

00:15:10: Das heißt ja, du willst das nicht die nächsten zwanzig Jahre machen.

00:15:14: Sondern du möchtest ja möglichst diesen Zeitraum kompakt halten und dann brauchst du Parallelität.

00:15:18: Und das kriegst du in meinen Augen nur hin wenn du

00:15:21: die Teams

00:15:22: in Domains vernünftig schneidest.

00:15:24: Nicht zu kleinteilig!

00:15:25: Da haben wir auch einige Erfahrungen gemacht.

00:15:27: Wenn du es zu kleenteilig machst bis auf einzelne Produkt runter Dann nimmst du natürlich auch die Freiheit zu atmen in den Teams oder eben auch von dem ein Thema, nämlich mal im E-Commerce Beispiel.

00:15:39: Von der Optimierung des Checkouts mal zu gehen eher auf die Optimierung der PDP.

00:15:44: wenn du dir diesen Freiraum nimmst beim Atmen dann ist mein auch blöd.

00:15:51: aber so auf Domaine Ebene was sehr grob noch ist, alles rund um Customer.

00:15:55: Alles rund um Marketing und alles rundum Einkauf.

00:15:58: Dann hast du immer noch genügend Spielmasse, um dann auch zu prioritieren und zu fokussieren.

00:16:02: Ja

00:16:03: weil du da auch innerhalb der Teams Vertretung und Wissen breiter aufstellen

00:16:08: kannst?

00:16:09: Genau.

00:16:12: Was war der Grund... Ich glaube ihr seid auf das ERP gewechselt wo wir jetzt gerade hin wechseln nämlich zum Microsoft Dynamics.

00:16:23: Stimmt?

00:16:23: Ja, können wir uns mal noch sozusagen wenn ein Recordbutton aus das nochmal drüber sprechen.

00:16:29: Ein Projekt was mich also war bei mir zum Beispiel schon gestartet da bin ich mit rein.

00:16:35: du hast aber glaube ich das Projekt mit initiiert und losgetreten.

00:16:40: der meiste Punkt den Ich wahrnehme warum ERP System modernisiert ist im Mittelstand auf jeden Fall.

00:16:47: es läuft so aus dem Support raus dass selbst die Hardware auf denen es läuft, nicht mehr zu beschaffen sind.

00:16:53: Was war so bei euch der Grund?

00:16:55: Kann ich bestätigen.

00:16:59: Auch das war bei uns der Fall.

00:17:00: Bei uns ist das ERP-System noch auf einer AS-Fahrhundertumgebung gelaufen sehr zuverlässig und sauber aber damit eben im Risiko wenn's um Support geht, wenns um Fachkräfte geht Wenn es darum geht, wie flexibel bin ich eigentlich in meiner Geschäftsprozesse anzupassen und zu verändern.

00:17:16: Und gerade diese Flexibilität die hat uns dazu bewogen zu sagen komm das gehen wir jetzt an.

00:17:25: Der meiste Grund in dem Bereich ist ja dass viele vor Nachteil der IT ist.

00:17:33: wenn's läuft meldet sich keiner und man wird aber auch nicht gelobt.

00:17:36: Wenn's nicht läuft gibt schnell Eskalationen.

00:17:39: jetzt mal sehr schwarz weiß und provokant.

00:17:42: Mit welchem RUE, mit welchen Wertversprechen seid ihr eigentlich reingegangen um das ERP-System auszuwechseln?

00:17:47: Weil du brauchst ja auch dass Bayern wieder Verabteilung.

00:17:50: Ja

00:17:51: ich bin per se ein riesengroßer Freund von EOE Betrachtungen und von einer Impact Effortabwägung.

00:17:58: also was tun wir hier eigentlich?

00:18:00: jetzt gehört aber natürlich eine Risikomitigation ist auch einen Impact der es schwer zu beziffern aber es ist auch ein Impact.

00:18:07: Das war sicherlich ein Teil von dieser von diesem ERP Move.

00:18:11: Was uns geholfen hat, aber das wirklich auch beschleunigt loszutreten ist es was gut verquicken konnten mit einem neuen Lagerstandort den wir eröffnen wollten in Polen.

00:18:25: Und dass hat uns ganz viele Möglichkeiten eröffnet.

00:18:29: die eine Möglichkeit war wir konnten an dem ganz frischen neuen Standort ein neues ERP System und neues Lagerverwaltungssystem einführen.

00:18:37: Das hilft insofern, du musst dich nicht so sehr damit rumschlagen.

00:18:40: Das hat gestern ist es so gelaufen und warum ist das morgen anders?

00:18:43: Ein Effekt hat aber auch den Effekt... also du kannst halt Greenfield arbeiten.

00:18:48: Wenn du

00:18:48: es da als erstes sozusagen released.

00:18:52: Und hat auch den effekt Du arbeitest halt auf dem Fixpunkt zu Du weißt halt dieses physische Lager, das wird halt da sein und es muss eröffnen weil ansonsten steht der einfach nur in einem Betonklotz.

00:19:04: Und du kannst ihn nicht benutzen.

00:19:05: also du arbeitest halt super fokussiert und auch da wieder gemeinsam Business & IT um das hinzustellen und möglich zu machen.

00:19:14: Das zwingt dich auch nach scope to time zu entscheiden und zu priorisieren dass es dann halt läuft Und das hat uns massiv geholfen.

00:19:23: Nach solchen Verquickungen, hatte ich ja eben schon mal angedeutet, suche ich eigentlich immer den Roadmaps wo können wir einen Businesszugpferd finden was unsere Modernisierung quasi mitzieht.

00:19:34: Ja spannender Punkt!

00:19:35: Ich sehe es immer aus einem anderen Perspektive und komme eher so aus der Kommunikationsperspektive.

00:19:43: Kommunikation, starke Fachabteilungen zu finden.

00:19:46: Die dann helfen mit dem Business-Mehrwert zu kommunizieren weil man dann auf jemanden oder jemandem nutzen kann der schon großes Netzwerk und Organisation hat.

00:19:55: so ist mein Einsatz aber natürlich genau wie du sagst das ist ja natürlich der Smart Move auch auf die Fachabteilungsprojekte mit aufzuspringen Und das

00:20:05: ist ja ganz ähnlich, was du beschreibst.

00:20:07: Dieser Kommunikaptivaspekt bedeutet, da ist irgendein Business-Potenzial, was Du heben willst und genau da hängst Du die Modellisierung mit dran und sagst eben, dass geht nur miteinander.

00:20:21: Wenn jetzt ein Strich drunter machen würdest unter der Einführung vom ERP?

00:20:25: Ist die positiv oder negativ?

00:20:29: Also ich habe, glaube ich vor einigen Jahren mal gesagt das wird irgendwo fünf Jahre dauern bis sie in einen positiven ROI abwirft und dem ist auch so.

00:20:36: Also die würde, ich denke immer, zwanzig acht zwanzigs spätestens ROI-positiv sein.

00:20:41: Wir reden da ungefähr von einem zweistelligen Millionen Investment was wir aufgenommen haben, was wir aufgewendet haben Und auf der anderen Seite haben aber auch zweistellen Millionen Savings durch Volumenbündelung In unserem Geschäft in unserer Logistik hätte Und damit werden wir das sehr schnell EU-positiv kriegen.

00:20:59: Obwohl, da ist wahrscheinlich noch nicht mal diese Risiko...

00:21:03: Exakt!

00:21:03: Die kommt doch von top.

00:21:04: Ja,

00:21:06: ein spannender Punkt.

00:21:08: Wenn du dir das Thema nochmal ERP und es beschäftigt ja ganz viele Mittelstand oder Konzerne was in so die Key Learnings, die du aus dem Projekt ziehst, die vielleicht auch jemand anders mitgeben würdest im Tim vor sieben Jahren?

00:21:24: Also erst mal ist es der so, wir hatten ja das große Glück dass wir diese Verquickung hinbekommen konnten.

00:21:30: Davon hingen meine Augen bei uns viel ab, dass wir uns auch gezwungen haben wirklich scope to time zu machen erstmal nur das Wesentliche herzustellen und danach und nach das Produkt weiterzuentwickeln statt nach Perfektion zu Beginn zu streben denn dann dauern solche Projekte natürlich immer viel viel länger.

00:21:45: also ich kann nur jedem raten scope-to-time im Fokus zu haben und lieber erstmal Komplexität abzuschneiden, aber das ist natürlich total leicht dahergesagt.

00:21:57: Wenn man nicht das Umfeld dazu hat um wirklich darauf zu steuern.

00:22:01: Aber es sind in meinen Augen einer der Kern-Dinge die das erfolgreich machen und vor allen Dingen auch die Zeitschiene komprimieren.

00:22:12: Und als zweites Thema Da erinnere ich mich manchmal auch selber zurück und denke, das hättest du vorher vielleicht auch mit einkalkulieren können.

00:22:23: Ist schon eine Demut und eine gewisse Voraussicht sich hinreichen Puffer auch einzuplanen Und nicht bis zum letzten Tag alles aus zu planen und vollzustopfen und zu glauben dass man schafft weil es ist Schaffse ähnlich.

00:22:38: Dann kannst du auch lieber von vornherein dir ein bisschen was wegpuffern.

00:22:41: wie du damit kommunikativ umgehst steht dann nochmal auf dem anderen Blatt Papier Aber in der Masterplanung, sich ein paar Bevereinen zu bauen.

00:22:49: Da hätten wir auf jeden Fall ein paar ruhigere Nächte gehabt.

00:22:53: Ja, spannender Punkt, das stimmt ja!

00:22:57: Ich muss mal an sich so Statistiken angucken.

00:22:59: Welche ERP-Projekte wirklich beim initialen ersten Projekt?

00:23:03: sozusagen Timing wirklich rausgekommen sind.

00:23:06: Das wäre ein

00:23:08: ganz wenige sein, ich glaube die gibt es gar nicht.

00:23:12: Vielleicht würden sonst auch noch viel weniger gestartet werden weil dann wäre die Angst davon noch größer.

00:23:19: aber am Ende ist war auch bei uns so also wir haben das den ersten lagerstandard haben wir super erfolgreich hingestellt.

00:23:25: beim zweiten lagestandard hatten wir schon deutliche verzögerung weil wir komplexitäten von automatisierungstechnik unterschätzt haben und Das kommt dann auch dazu.

00:23:37: Wenn wir jetzt ein bisschen weitergehen, was gab es so als Großprojekt nach dem EAP?

00:23:43: Ich weiß also sieht man ja, Hey Obi... Also wir haben jetzt natürlich viel Infrastruktursachen besprochen oder Grundlagen besprochen.

00:23:51: Gab's noch mal etwas Parallel?

00:23:52: Also nimm uns gerne in allen Welten mit über den Zeitlauf.

00:23:56: Also einer hast du schon angesprochen.

00:23:59: Hey Obi unser Loyalty-Programm unsere App wo war Wirklich gut versuchen wollen, unsere Kunden online und offline mitzunehmen und die Journey auch zu verzahnen.

00:24:10: Es ist eine Initiative, die über alle Jahre mitgelaufen ist sowohl in der Optimierung von dem Datensammeln, vom Kundenverstehen, Kundenkellen und dann unser Angebot aussteuern, unseren Marketingaktivitäten aussteuernd personalisieren vor allen Dingen aber auch das ganze Programm international auszurollen.

00:24:31: In den letzten Jahren haben wir es eben in alle unsere Länder gebracht und das beschäftige ich natürlich auch, weil hier und da gibt es immer noch mal ein paar Anpassungsbedarfe die mehr sind als nur übersetzen und dass ist immer mitgeschwungen.

00:24:44: Ein anderes Thema was wir die letzten zwei Jahre mitgemacht haben ist das ganze Thema Stammdaten, Produktinformationsmanagement PIM wo wir auch was ein wichtiger Enabler ist, um ja für vieles nicht nur das Digitalgeschäft, dass der Kunde unsere Artikel gut beschrieben auffindet.

00:25:08: Auch die internen Prozesse.

00:25:11: Also wie welche Informationen habe ich von dem Artikel damit ich einen logistischen Sauber abwickeln kann?

00:25:15: Dass keine Fehler passieren und sich automatisieren kann also ein ganz starkes Enablethema aber auch schmerzbehaftet.

00:25:23: Und dazu alles was so als Grundrauschen passiert, kontinuierliche Optimierung in allen Domains.

00:25:34: Im Einkauf im Finanzbereich, im Personalbereich auch im Finanz Bereich beschäftigen wir uns natürlich mit SAP.

00:25:41: Dort steht uns Hanat tatsächlich noch bevor ist noch eine Initiative im Personal-Bereich ACM für den Beaktor Workday ein kurz vor Abschluss.

00:25:51: also das geht tatsächlich quer geht einmal durch.

00:25:56: Ich habe mich so ein bisschen selber erwischt, als wir im Vorgespräch gesprochen haben und habe gemerkt wie gebei ist ich eigentlich bin.

00:26:03: Und zwar haben wir ja so ein bißchen drüber gesprochen, ihr habt die Hardware getauscht, Ihr habt die mobilen Device-Themen auch viel in der, so hab' ich verstanden gehabt, ein bisschen in den Filialen ausgetauscht.

00:26:15: Hab noch mal andere modernere Telefonie also wirklich aber gerade gar nicht noch drüber gesprochen ultraviel gemacht.

00:26:20: Dann kam das Thema Google Workspace Nicht erschrocken.

00:26:27: Aber für mich, ich habe irgendwie Microsoft erwartet gehabt.

00:26:31: Stimmt war auch ein spannender Move her.

00:26:33: Ja wo ich dachte Warum denke ich jetzt dass es ungewöhnlich ist?

00:26:37: weil also in meinem podcast umfeldet hier mit meinem team nutze Ich auch alles mit google auf google workspaces und finde Es eigentlich auch analog teams sehr benutzerfreundlich funktioniert Eigentlich alles durch IT security Themen und infrastruktur thema hab ich mir Jetzt da nicht so angeguckt.

00:26:53: Weil kleines Team.

00:26:56: Was war da so die Entscheidung?

00:26:58: Also erst mal, du hast ja gerade noch ein paar Beispiele genannt was wir an Modernisierungsarbeit auch an Hardware gemacht haben schon.

00:27:05: Das habe ich eben an der Tisch fallen müssen und das haben wir auch gemacht.

00:27:08: Danke für den Reminder!

00:27:11: Google Workspace.

00:27:13: Wir standen vor der Entscheidung ob wir in die Microsoft three-fünfundsechzig Umgebung wechseln.

00:27:19: Wir waren bis dato noch on prem ist jetzt auch schon zwei Jahre her oder ob wir eine Alternative ausprobieren.

00:27:28: Und das hat natürlich, wie bei vielen solchen Entscheidungen und die betrifft wirklich viele Mitarbeiter bei uns, vierzigtausend Mitarbeiter – das verändert schon was bei der Arbeitsweise!

00:27:40: Haben uns ganz verschiedene Dimensionen da angeschaut?

00:27:43: Die Kostendimensionen, die Dimension, wie kriegen wir wirklich nahtlose Zusammenarbeit hin auch zwischen unseren Filialen und unseren Zentralfunktionen?

00:27:53: Wie kriegen wir die Möglichkeit hin, AI-Potenziale zu nutzen?

00:28:00: Wo dran glauben wir auch mehr.

00:28:01: Das war dann schon tatsächlich mehr Glauben weil da gab es noch nicht ganz so viel.

00:28:05: Mehr entwickelt

00:28:05: sich schneller ja.

00:28:06: Proofpoints

00:28:07: für AI aber auch da war schon eine Facette.

00:28:10: wo glauben wir ist die Entwicklungskurve schneller?

00:28:13: und Schlussendlich ist dann die Entscheidung auf Google gefallen.

00:28:16: War das eine einfache Entscheidung?

00:28:17: überhaupt nicht Weil auch die ist natürlich risiko behaftet.

00:28:21: Wenn du als IT-Verantwortlicher ein entspanntes Leben haben willst, dann machst du das nicht.

00:28:26: Also da hat sich nicht jeder gefreut dass seine gesamte Arbeitsumgebung jetzt anders aussieht und das...

00:28:31: Weil vorher war es Microsoft oder?

00:28:33: Ja vorher was Microsoft.

00:28:37: Wir sind es eigentlich.

00:28:40: also Wenn man das so ein bisschen vergleicht, man spricht ja viel auch über das Thema Change Management Kommunikation.

00:28:45: Einzelwichtigsten Punkte auch glaube ich jetzt von modernen IT Leiter-Leiterinnen.

00:28:53: ist es ein Thema was man damit nochmal mehr unterstützen muss wenn man eine Entscheidung gegen das bestehende Tool Setup macht?

00:29:03: Lass mich so formulieren!

00:29:04: Auf jeden Fall, auf jeden Fall gerade solche Initiativen die viele Menschen betreffen, musst du kommunikativ begleiten.

00:29:13: Ich glaube ich, dass wir das immer perfekt machen und dass ich das immer perfekt mache – nee!

00:29:17: Aber wir geben uns beste Mühe, das Kommunikativ zu begleitern und auch zu erklären warum wir es tun.

00:29:23: Ich glaub, warum ist da ganz wichtig?

00:29:25: Und die Klarheit wird keine bunten Geschichten erzählen und dass wir eben auch sehr wohl sehen, dass das schmerzhaft ist und anstrengend ist.

00:29:34: Das war aber eben auch Abseits und Potenziale

00:29:36: sehen.".

00:29:37: Und damit gehen wir sehr, sehr transparent rum.

00:29:41: Wenn du uns ein bisschen auf die Reise mitnehmst zum Thema Google Workspace einführen was waren so die Kommunikationsmittel, die man genutzt hat?

00:29:49: Wir haben einmal breiten Kommunikation gemacht also wirklich Townholz, E-Mails, Newsletter sowas wirklich die breite Masse bespielt hat was in meiner Augen aber noch viel mehr geholfen hat, mit dieser breiten Kommunikation kannst du erstmal so das warum den großen Bogen aufspannen.

00:30:11: Was dann aber mehr gehilfen hat waren so wir haben Chatgruppen aufgemacht ganz zu Beginn schon

00:30:19: und innerhalb von Google

00:30:20: ja innerhalb von google genau.

00:30:21: also die Logik war tatsächlich wir haben Google eingeführt und Microsoft war erst mal noch da.

00:30:27: also Google war einfach eine weitere Arbeitsumgebung, wenn du so möchtest.

00:30:30: Parallelaufend.

00:30:31: Genau es war erstmal parallelaufend da um die Leute ranzuführen sich damit vertraut zu machen und in diesen Chatgruppen haben wir entsprechend Informationen geteilt Tutorials gegeben Rat und Tat man konnte sich austauschen fragen.

00:30:45: das waren entsprechend moderierte Spaces Und ich glaube, davon haben wir am Ende des Tages am meisten profitiert.

00:30:52: Natürlich haben wir ganz viele Trainingsangebote gemacht.

00:30:55: Sowohl Live-Trainings – also zwar Online-Formate aber eben Synchroen wie auch aufgezeichnete Trainings und E-Learnings.

00:31:03: Aber der Teaser da drauf, hey guck dir doch mal dieses Training an und geh doch mal in diese Session sind ganz häufig in diesen Chatgruppen gefallen.

00:31:09: Deswegen glaub' ich das war schon ein Kernelement rückblickend!

00:31:13: Es war ja so ein bisschen die Google Workspace-Thematik und die Einführung.

00:31:17: Ein spannender Punkt, also muss ja erfolgreich gewesen sein wenn man jetzt drüber sprechen kann und sagen kann dass es geklappt hat.

00:31:25: das freut mich.

00:31:26: ich glaube auch ein spannender punkt manchmal sich gegen die vermeidlich einfache Lösung zu entscheiden weil ich glaube das einführen ist einfacher.

00:31:34: aber mein gefühl ich weiß nicht wie weiter darüber sprechen willst ist natürlich mit Gemini ist meine persönliche Meinung hast du jetzt Eher einen AI-Tool gewählt, was die Reise schon gut mitgemacht hat über die letzten Jahre.

00:31:50: Absolut!

00:31:51: Die Entwicklung war ging in die richtige Richtung.

00:31:54: Das waren unsere Hypothese als wir es gemacht haben.

00:31:57: zum Glück ist sie aufgegangen.

00:31:59: das macht heute deutlich leichter und es hat auch die die adoption dann für viele erleichtert.

00:32:05: natürlich was erst mal schmerzhaft seine gewohnte umgebung sei es power pint wird exel in besonderen excel ist der schmerzthafteste fahrt weil da die feature parity zu rügel ist da nicht gegeben.

00:32:18: und aber das muss du ja erstmal ja das liebgewone loslassen.

00:32:22: und wenn du dann nichts bekommst, was irgendwie deutlich cooler ist.

00:32:26: Dann ist es natürlich blöd.

00:32:27: Und zum Glück hat sich Gemini so gut entwickelt.

00:32:30: Damit haben wir etwas gehabt, was einfach sich deutlich cooler entwickelt hat, deutlich besser nativ integriert ist in die Arbeitsumgebung.

00:32:37: und heute zumindest ist es in meinem Umfeld und wir schauen uns natürlich auch Reportings dazu an.

00:32:42: ich kenne niemanden mehr der das nicht täglich in seine Arbeit eingewoben hat.

00:32:47: Die Gemini?

00:32:47: Ja!

00:32:48: Ich kenne viele andere Unternehmen wo es Diskussionen gibt geben wir eben eine Co-Pilotizenz weil sie so teuer ist.

00:32:54: also bei uns hat jeder Gemini

00:32:57: Ich klinge eigentlich das Preismodell von Google, weil sozusagen in dem Paket, dass ihr erworben habt mit drin ist.

00:33:01: Oder ja?

00:33:05: Ja!

00:33:06: Ja... Auch ein spannender Punkt, die wie kannst du AI demokratisieren?

00:33:12: Du musst es allen zur Verfügung stellen und sagst vollkommen richtig dann kommst du schnell an diesen Dann gibt doch allen die kostenlose Variante, weil wir wollen nicht dafür zahlen.

00:33:21: Und dann hast du schon eine Spirale, die du aufmachst, dann gibts nur manchen Leuten Zerrapunkte, hätte in beide Richtungen ausgehen können.

00:33:30: die Wette.

00:33:31: Genau

00:33:31: ist

00:33:32: gut ausgegangen sehr schön.

00:33:34: Tim.

00:33:34: ein zweiter Punkt wo wir nochmal so ein bisschen drüber gesprochen haben ist oder was du angerissen hast war so ein bißchen das Thema War'n Wirtschaftssystem Kasse und da hatte ich mir jetzt notiert gehabt dass es eigentlich der erste große Punkt des Projekts ist wo er auch Agentec Engineering mit einsetzt.

00:33:53: Was ist da so der Gedanke dahinter und wie seid ihr darauf gekommen, das jetzt einzuführen?

00:33:59: Also wir beschäftigen uns mit dem Thema Agentic Engineering schon etwas länger.

00:34:06: Ein Jahr bald eher pilotisch in kleinerem Umfeld, kleinere risikoarme Umgebung... haben wir viel ausprobiert und zwar entlang des gesamten Software Development Life Cycles.

00:34:17: Also von der Idee zum Ticket, Requirement, Refinement dann bis hin über die Entwicklung Qualitation Security Testing möglichst jeden Schritt oder jeden Teilschritt immer mehr mit Agenten zu versehen und dann fängst du halt an erstmal Erst mal ganz einfache Helfer-Line, dann bist du eher so in Co-Creation.

00:34:39: Das gibt es ja schon im Coding länger, dass du einen Co-Pilot mit dabei hast und je mehr du dann dich aber von diesem Co-pilot in Richtung... Da wird wirklich ein größerer Teil der Arbeit vom Agenten erledigt und du guckst nur noch einmal drüber.

00:34:56: Dann wird's halt spannend weil dann bist Du nicht mehr in Produktivitätssteigerung Zehn Prozent, sondern bist du eher in fünfzig Prozent.

00:35:03: oder manche CTOs aus Softwareunternehmen sehen ja auch Multiple von fünf bis zehn.

00:35:09: Und das ist natürlich cool.

00:35:12: und wir haben uns gedacht wenn wir jetzt so ein großes Projekt haben eine große Initiative wie die Modernisierung von unserer Warnwirtschaft in unseren Märkten und unserer Kasse in unseren Merkten Das muss uns da doch helfen und es muss das auch irgendwie beschleunigen können.

00:35:29: Denn die Herausforderung, ehrlicherweise vergleichbar auch mit ERP-Herausforderungen ist ja auch viel Reverse Engineering.

00:35:37: Erst mal verstehen was macht dieses über Jahrzehnte gewachsene Tool da eigentlich?

00:35:42: Was macht diese gesamte Softwarelandschaft da eigentlich und wie greift es ineinander?

00:35:48: Wenn du Glück hast, hast du noch ein paar Wissensträger da, die schon lange dabei sind und viel Überblick haben.

00:35:53: aber dieses Reverse-Engineeren und das möglichst strukturiert zusammenfassend dafür ist es natürlich Gold wert.

00:36:00: Und da schneidest du erst mal eine Menge Zeit dann raus, wo du vorher einen Jahr für gebraucht hast.

00:36:06: Da schaffst du vielleicht in drei Monaten.

00:36:08: Das geht dann weiter in der gesamten Kette und das nehmen wir uns jetzt in den Initiativen das erste Mal groß angelegt vor.

00:36:15: Ja.

00:36:16: Planet man das in die Projektkosten mit ein?

00:36:18: Weil so auch wieder eine Werte das funktioniert auf

00:36:20: jeden Fall.

00:36:21: also Wir werden's einplanen mit Puffer Das habe ich schon über die Jahre gelernt und mein Jugendlichen leicht sind nach und nach abgelegt.

00:36:32: Also da werden wir schon einen gewissen Puffer einplanen, aber wir werden uns auch mit zu nette Ziele setzen, dass wir mit weniger Da mehr rausholen.

00:36:41: Und ich hab ja ganz gute Vergleichswerte jetzt in einer letzten ERP-Initiative gesammelt und da glaube ich schon das wir das noch mal schlanker und effizientere kriegen.

00:36:51: Schneller glaub' ich gar nicht mal!

00:36:53: Weil viel der Arbeit ist ja auch Abstimmungsarbeit und Alignment-Arbeit.

00:36:58: Also, ist dieses Feature wirklich noch notwendig oder willst du es anders haben?

00:37:04: Das ist Ja auch Abstimmung und Alignment das kannst du nicht automatisieren.

00:37:09: Deswegen die Zeitschiene vielleicht ein bisschen komprimieren.

00:37:12: aber den Aufwand da bin ich mir ganz sicher Da werden wir was rausnehmen können.

00:37:16: Was spürbar

00:37:19: Kommt mir aus.

00:37:20: ein bisschen dann zu der Frage, wenn man sich die ganzen Studien anguckt irgendwie neunzig Prozent über neunzig Prozent aller Genial-Piloten.

00:37:27: Projekte bringen kein P&L mehr Wert.

00:37:30: Das scheint bei euch ja in dem Fall anders zu sein.

00:37:32: also nicht nur in den Projekt sondern so wie ich dich verstanden habe Tim hast du vorher schon belegt dass du P& L Mehrwert siehst in anderen Projekten und jetzt möchtest du es einfach noch mal viel größeren Maß sehen?

00:37:45: Ja!

00:37:46: Ich bin ohnehin keinen Kein großer Fan von Piloten, also so kompletten... Wir probieren mal was ganz Abgefahrenes aus.

00:37:58: Ich bin eher ein Freund davon zu schauen, was gibt es schon am Markt?

00:38:01: Wo gibt es genug Proofpoints, dass wir auch mit drauf springen?

00:38:04: Aber ich finde, wir dürfen nie vergessen, wir sind ein Händler!

00:38:07: Wir sind im Baumarkt und nicht der most advanced Tech-Laden.

00:38:15: Das finde ich immer wichtig, das einzupreisen und da auch mit beiden Füßen auf dem Boden zu stehen.

00:38:20: Und wir haben auch wenige AI-Piloten gemacht die so ganz abgefahren waren.

00:38:25: Wir haben Dinge gemacht wo wir gesehen haben okay, das machen andere ganz offensichtlich erfolgreich im Customer Service oder in der Marketingautomatisierung.

00:38:33: dann machen wir es einfach auch.

00:38:34: So ist es beim Agented Engineering auch.

00:38:37: Es gibt eben viele Firmen da draußen insbesondere die wirklich Softwareunternehmen bei Nature sind, die das ja erfolgreich vorleben.

00:38:45: Dass da Potenziale drin stecken, die auch transparent mit den Fels umgehen, dass es einfach nur Wildtokens verbrannt werden.

00:38:52: Auch dann liest man ja genug am Markt drüber und wenn man an so einem Punkt ist, dann finde ich, ist es ein kalkulierbares Risiko, dass du einfach sagst, komm!

00:39:01: Das können wir auch.

00:39:02: und dann probieren wir's aus im Kleinen.

00:39:05: Sehen die Potenziale?

00:39:06: Sehen sie Effizienzsteigungen?

00:39:07: Die haben wir auch gesehen in kleinen Umfeldern Und wenn wir den Schritt gemacht haben, dann gehen wir ins Große.

00:39:14: Wenn ich dir nochmal eine Empfehlung rauslehren darf an andere IT-Verantwortliche?

00:39:21: Was wäre so deine Empfehle beim Thema Agentic oder AI zu starten?

00:39:27: Kann man Slow Hanging Food sehen und wo sieht man dem meisten mehr wird?

00:39:34: Ich persönlich glaube super stark an die Automatisierung in der IT selbst an das Agentec Engineering.

00:39:42: Ich sehe es auch und höre es auch in meinem Netzwerk, dass dort recht zügig die Potenziale gehoben werden.

00:39:50: Und schlussendlich ist es ja irgendwie auch naheliegend, denn IT an sich ist ja ein hochstandardisiertes Geschäft.

00:39:55: also wie du von der Idee zu einem Ticket, zu einem Refinement oder Features nach und nach dann zum Deployment kommst.

00:40:04: Das ist ja eine schöner standardisierter Prozess.

00:40:08: Das schreit ja nach Automatisierung, nach AI.

00:40:13: Und ein Agent ist ja nichts anderes als eine Kombination von einem Workflow mit AI und das ist... Ja ich glaube nach so.

00:40:21: was muss man suchen.

00:40:22: Prozessketten die möglichst klar strukturiert und wiederkehrend sind und nicht die Hochkomplexen mit ganz ganz vielen Abzweigungen und Vents und Aberes denn da hast du mehr Risiko drin!

00:40:37: Dass es dann klappt.

00:40:39: Ja, fairer Punkt.

00:40:41: Wenn jetzt in Genetic Engineering fast ein Zungebrecher... Jetzt so die handwerklichen Skills für den nächsten drei bis fünf Jahre automatisiert?

00:40:53: Wo geht denn da eigentlich die Reise hin?

00:40:56: Was glaubst du wo wir stehen?

00:40:59: Ich glaube wir werden ... Erstmal wird sich die Art und Weise ändern, wie Engineering gemacht wird.

00:41:05: Es wird nicht mehr jede einzelne Zeile Code geschrieben und validiert, sondern es wird eher einen Outcome bewertet und validieren.

00:41:14: Also das ist schon eine massive Veränderung der Arbeit an der Arbeitsweise.

00:41:18: Trotzdem musst du in einer Lage sein als Engineer im Zweifelsfall immer noch einzupiessen und zu challengen.

00:41:23: Das ist dann ein Stretch für den Engineer, das zu tun... Ganz ruhige

00:41:29: Rollenprofile?

00:41:31: Zumindest ist es eine Weiterentwicklung vom Rollenprofil.

00:41:35: Du musst nicht mehr die Fähigkeit haben, den Code perfekt zu schreiben aber du musst im Zweifel schon noch die Fächigkeit haben hier und da mal reinzupieksen.

00:41:40: also schon ne Veränderung und das wird dazu führen dass du mit der gleichen Mannstärke deutlich mehr Output generierst.

00:41:51: ich Ich bin gespannt, ob das dann auch diese großen Entlassungswellen von dem man ja auch in der Presse liest.

00:41:58: Ob es die wirklich geben wird?

00:41:59: Ob sich das materialisiert?

00:42:01: Ich glaube eher dass es dazu führt, dass in der IT deutlich mehr Output produziert wird.

00:42:07: und bisher sind wir eher an einer Situation so nämlich bei uns war, aber auch bei anderen Unternehmen war dass du eine Ressourcen-Bottleneck hast.

00:42:16: Es gibt ja mehr Ideen als das, was du delivern kannst.

00:42:22: In meinen Augen dazu führen, dass du einfach viel mehr delivern kannst und damit wird sich das Bottleneck verschieben in Richtung Architekten.

00:42:29: Das Bottleneck wird sich verschieben im Richtung Product Owner um... Was will ich hier eigentlich genau machen wirklich auch konkret zu beschreiben?

00:42:37: Weil wenn du das nicht kannst dann würde doch der Agent irgendeine Watsch machen.

00:42:40: also damit wird es sich das Bottleneck verschieben.

00:42:44: Jetzt haben wir viel über die Hochglanzsachen gesprochen, über die Sachen, die gut funktioniert haben.

00:42:49: Aber jetzt lass uns noch mal irgendwie ein zwei Finger in eine Wunde legen.

00:42:53: Was war eine Maßnahme jetzt in den letzten Jahren, die überhaupt nicht funktionierte?

00:42:58: Ich habe es ja einmal angedeutet im ERP-Umfeld.

00:43:02: Überhaupt nicht funktioniert, das würde ich natürlich nicht zugeben aber es gab auf jeden Fall Verzögerung und Friction.

00:43:10: Wir hatten im erp Kontext hatten wir Das erste Lager.

00:43:14: was wir neu neu aufgebaut haben Haben wir in time in budget perfekt hingestellt.

00:43:20: dann sind wir schon sehr Konfident gewesen, dass es jetzt so weiterläuft und das wird den nächsten Lagerstandort für unseren Zweiten in Deutschland genauso gut hinkriegen.

00:43:33: Und haben dabei ein Stück weit ausgeblendet würde ich sagen, dass die Automatisierungstechnik, die da drin steckt vielleicht nochmal eine besondere Komplexität sein könnte war sie natürlich und das hat dazu geführt, dass wir erst mal nicht live genommen haben, wie wir es geplant haben und sogar um den volles Jahr verschoben haben Weil wir viele Dinge unterschätzt haben und anpassen mussten.

00:43:53: Und das ist schon was, wo ich rückbetrachtend sage auf der einen Seite, was davon hättest du antezipieren können?

00:44:01: Schon einiges!

00:44:04: Aber wahrscheinlich gibt es solche Situationen auch dass du einfach reinlaufen musst um diese Lernkurve immer selber zu haben

00:44:10: Als Führungskraft, wie motivierst du da?

00:44:12: Also du kommst ja eigentlich mit einem sehr motivierten Team aus dem ersten gewonnenen Spiel.

00:44:18: Voll!

00:44:19: Und du kriegst dann eine starke Niederlage im zweiten, wenn man es jetzt mal schwarz-weiß nochmal sehen würde... Wie nimmt man die Leute mit und wie motiviert man sie weiterhin?

00:44:29: Und auch selber.

00:44:30: Ja, ja, ja.

00:44:32: Sowohl team als auch ich selber.

00:44:37: voller Hochmut und dann kam halt die harte Realität.

00:44:44: Da musst du schon erstmal durchatmen, dich sortieren und auch überlegen woran hat es gelegen?

00:44:51: Und was sind jetzt die Maßnahmen, die wir brauchen um das nächste mal abzusichern an welchen Stellen haben wir uns das Leben zu leicht gemacht?

00:44:59: Was haben wir unterschätzt.

00:45:00: und wo müssen wir jetzt wirklich Hebel anlegen?

00:45:02: und rückbetrachtet muss ich sagen, da waren viele Punkte drin in diesen Hebeln die dann eher ins klassische Projektmanagement gegangen sind.

00:45:13: Also Stirkostrukturen, Healthcheck-Strukturen um zu schauen wo steht das Projekt?

00:45:20: Engmarschiger kontrollieren sehr enge Qualitätskontrollen einziehen alles Dinge wo ich eigentlich die Hoffnung hatte kommen dass kannst du einfach den Teams im im Detail überlassen.

00:45:37: Bei der Größenordnung reicht es dann aber doch nicht, da brauchst du mehr Qualitäts- und

00:45:40: Kontrollschleifen.".

00:45:42: Und das dann in einem Team gemeinsam hinzukriegen, dass du auch diesen Shift schaffst ohne dass du denkst ja Mist jetzt kann ich ja hier gar nichts mehr selber entscheiden und dass du sagst das ist aber trotzdem richtig um das gemeinsame Ziel zu erreichen und danach wieder erfolgreich zu sein war super, super schwer!

00:46:02: Ich würde sagen das Gute Bei uns bei Obi ist, wir haben so eine Anpackerkultur und schon auch den starken Drang einfach was zu machen.

00:46:11: Und nach vorne zu bringen und das hat uns geholfen da rauszukommen aus diesem Teil der Tränen.

00:46:18: Und was uns auch geholfen hat, ist dass wir schon über einen langen Zeitraum eng, Business und Tech zusammengearbeitet haben.

00:46:23: Also wir hatten nie eine Situation wo es dieses Fingerpointing war.

00:46:26: die Blöden von der IT, die haben das halt versaut oder die blöden vom Fachbereich haben die Anforderungen nicht vollständig formuliert.

00:46:31: Das viel Gefühl war da!

00:46:32: Das war da und das hat in meinen Augen uns viel getragen, auch wenn das ne Scheißzeit war.

00:46:41: Wenn ich jetzt provoziere seid ihr so ein bisschen aus... Die IT war am Nerdkeller.

00:46:50: Im Fußball würde man sagen die letzte Person, die man das Team wählt jetzt dazu gekommen dass ihr Business Enabler seid.

00:46:58: und die Personen die recht schnell gewählt wird weil ihr die Tore vorbereitet und aktiv mitspielt Und es hast du so ein bisschen beschrieben aus einer Position der Stärke raus.

00:47:11: Was heißt das konkret?

00:47:15: Position der Stärke insofern, es ist ja so und ich glaube das hat heute jeder verstanden dass du ohne Technologie wirst.

00:47:24: Du halt viele Sachen einfach nicht mehr hinkriegen und auch deine Geschäftsziele nicht erreichen.

00:47:28: damit ist ja jedem klar Ich brauche das irgendwie und ich muss da irgendwas mitmachen Und dann in diese in diese Damit reinzuspringen und in die Übersetzerrolle zu gehen und zu sagen und ich zeig dir jetzt wie's geht Und wir machen das gemeinsam und lassen uns mal überlegen, wie wir gemeinsam die Geschäftsziele erreichen.

00:47:49: von den Geschäftszielen.

00:47:50: Von den Geschäftsprozessen habe ich in der IT vielleicht nicht so viel Ahnung aber ich hab eine Menge Ahnungen von Wie kann man Sachen möglich machen?

00:47:56: Dann lass uns zusammen.

00:47:57: tun soll heißen Kommunikationsarbeit Aber dann eben auch durchkaskadiert durch die Organisation.

00:48:04: Das muss mindestens Mal jeder Lied Jeder Teamlied von einem Tech-Team muss das machen.

00:48:13: Ja, aber also ein spannender Punkt nochmal weil du hast ja die ganze Zeit gerade die Tech-Transformation beschrieben was eine riesen Auswirkungen auf die Kultur hat.

00:48:24: und wie hast Du geschafft denn die Kultur zu verändern?

00:48:26: Weil darüber haben wir jetzt gar nicht so groß gesprochen.

00:48:28: Wir haben glaube ich über Technik gesprochen, wir haben über Organisation gesprochen Nicht über Kultur wenn man so drei Pillar Säulen aufmachen will Aber da musst Du ja auch mit massiv gearbeitet, ausgebaut haben.

00:48:40: Weil genau diesen Punkt den wir jetzt gerade beschreibst dieses von als letztes Gewehr wahrgenommen zu werden zu.

00:48:46: ich bin jetzt der Teil der Wertschöpfungskette das entsteht ja nicht über Nacht unterzukommt und ist auch gar nicht böse gemeint aber vielleicht ein bisschen provokant.

00:48:56: die IT war in den vor zehn oder fünfzehn Jahren ja eigentlich nie in Unternehmen so positioniert sondern sie sind gekommen wenn irgendwas am Druch investieren hat.

00:49:07: Klar, jetzt bin ich ja eher ein sachlicher und nüchterner Typ.

00:49:15: Und ähnlich gucke ich auch auf Kultur.

00:49:19: Ich glaube dass man Kultur dann schafft zu verändern wenn wir auch dafür gewisse Prozesse und Strukturen und Mechanismen uns geben an dem man sich lang hangeln kann.

00:49:28: also in unserem Fall.

00:49:30: Wir haben Planungsmeetings etabliert die Firmenweit laufen.

00:49:36: QBI nennen wir das Quartalsplanung, wo wir über alle Teams, über alle Domains sind weg schauen.

00:49:43: was haben wir die letzten drei Monate geschafft und was nehmen wir uns die nächsten drei sechs zwölf Monate vor?

00:49:48: Und die machen wir zum Beispiel gemeinsam.

00:49:51: Business and Tech immer in der Kombination.

00:49:53: Die Kombination nennt wir bei uns Tandemm.

00:49:55: ja und es geht immer nur in der kombination ist von uns auch eine Grundvoraussetzung für jede neue Initiative die wir starten.

00:50:01: wenn wir nicht ein Tandems finden was das auch kann.

00:50:05: Und dann zum Beispiel nur jemand aus dem Business und nur jemanden aus den IT, sagen wir machen es nicht.

00:50:10: Das ist die Grundvoraussetzung, dass es funktioniert.

00:50:12: Das sind so Mechanismen, die natürlich über Zeit deine Kultur auch verändern weil irgendwann allen klar ist, das geht nur in dieser Kombination.

00:50:22: Am Anfang ist es eine Regel und irgendwann ist es wahrgenommen als es halt so.

00:50:25: Es ist normal geworden.

00:50:29: Das kombiniert mit... Vorleben, wie arbeiten wir hier zusammen?

00:50:35: Wie arbeiten wir im Topmanagement zusammen.

00:50:38: Wie schätzen wir auch die gegenseitige Arbeit wert?

00:50:43: Was für eine Bereitschaft hat die IT auch das zu verstehen was den Fachbereich bewegt?

00:50:47: aber auch weiß besser was da der Fachbereich finde für eine Motivation zu verstehen, was die IT bewegt und was es eben auch für non funktionale Anforderungen um Security & Co gibt.

00:50:57: dass ist ja eine Menge geben und nehmen und das ruckelt sich dann über Zeit zurecht.

00:51:01: in meinen Augen aber ein Kernthema dem ganzen auch Strukturen zu geben wie solche Planungsstrukturen, solche Governance-Strukturen das alles nur im Tandem funktioniert.

00:51:09: Das hat uns zumindestens massiv geholfen.

00:51:14: Tim ich versuche mal am Ende die Folge so ein bisschen zusammenzufassen bevor wir dann zu den zwei privaten Fragen kommen.

00:51:20: Lass mich mal probieren die zusammenzufasten und du kannst ja sozusagen mein Fazit dann nochmal korrigieren ob es nicht so richtig ist.

00:51:27: Du hast bei Vor über zehn, dreizehn Jahren bei OBE gestartet.

00:51:32: Ich glaube, warum ich jetzt damit aushole ist war ein guter Punkt wahrzunehmen von wo OBE kommt und wo sie gerade stehen Und hast dann wenn man das in drei Säulen aufteilt Technik Organisationen und Kultur schon schnell verstanden In welcher Art und Weise man die Organisation in Kombination mit den Kulturthemen also die Leute zusammenzuführen auf der Seite der IT die Domain vorzubereiten Sie nicht zu klein zu schneiden sondern sie auf der Basis sozusagen der Wertschöpfung für den Fachbereich zuzuschneiden, eine gewisse Kultur etablierte.

00:52:06: Das war jetzt gerade die Vorrede, die du hattest und auf der basis, die parallel mitaufgebaut wurde gab es dann die ganzen technischen Projekte und die technischen Projekt sind immer mit einem Ballonsakt zu.

00:52:22: ich modernisiere Themen, die keine Wahrnehmungen bei Fachbereich haben zusätzlich aber dazu eben zu modernisieren, die klar die Wertschöpfung sozusagen bieten am Fachbereich Richtung Marktplatz, Richtung SAP System auszutauschen.

00:52:38: Um damit zu gewährleisten dass ich auch immer wieder Erfolgsprojekte positive Projekte haben, die meine Organisation um eine Kultur mittragen und dann sozusagen den Nährboten liefern für größere Projekten, für Risikoreisere projekte, die dann am Ende auch erfolgreich sind.

00:52:52: Und das ist sozusagen der Faden der sich durchzieht Hilft dir natürlich der Punkt dieses Agentec Engineering & Co.

00:53:03: Die Punkte die jetzt kommen, ich glaube deine Organisation scheint so ist meine Wahrnehmung gut dazustehen hat eine gute gute Wahrnehmung auch im Fachbereich.

00:53:13: Und jetzt kann man einmal auch noch mal spielerisch am Anfang, aber dann auch wertschäferisch schauen wie kann man eben die neue Technologien einsetzen nicht damit man sie eingesetzt hat sondern damit Sie auch wirklich mehr Wert liefern.

00:53:25: und das ist ein Mehrwert im Sinne von.

00:53:27: ich befähige meine eigene Mitarbeiter im Vergleich dazu den anderen.

00:53:30: und dann kommst du wieder darüber wie Du sagst Die Projekte werden nicht kürzer Aber Du kannst halt diesmal dem Fachbereich statt.

00:53:36: Ich schneide so viel wie möglich ab Ich nehme eben viele Punkte mit dazu, die in dem Fachbereich wichtig sind und damit ein Ergebnis zu liefern.

00:53:43: Respekt!

00:53:44: Mega gute Zusammenfassung.

00:53:46: Mein Co-Pilot oder Claude hat im Kopf gut funktioniert.

00:53:50: Tim zwei Fragen, die ich gerne am Ende jedem Gast stellen.

00:53:53: Einmal machst du noch was privat mit Daten?

00:53:55: Und dann die zweite Frage, dass du schon bisschen willst ausbrechen.

00:54:01: Wenn du deine Arbeit mit einem Film oder einem Serientitel bezeichnen würdest, was wäre das?

00:54:05: Ich fange mir mit dem privaten an.

00:54:07: Ich mache ganz wenig mit Daten, ich bin froh wenn ich mal was anderes mache als vom Laptop zu sitzen und dann kümmere ich mich um meine Familie und meine drei kleinen Kinder und tank neue Energie.

00:54:20: Bin ganz viel draußen mit den Kids.

00:54:21: Wir haben jetzt letztes Wochenende mit dem kleinsten Fahrrad fahren gelernt.

00:54:25: also das ist meine Energiequelle wenn du so willst und da bin ich wirklich froh weil ich ein Laptopp mal zuglappen kann.

00:54:32: Und zu dem Filmtitel, ja ich bin kein... Ich bin nicht so ein Filmeschauer.

00:54:37: Wir haben zu Hause nicht mal einen Fernseher und den haben wir quasi mit den Kindern dann abgeschafft.

00:54:42: Mal gucken wie lange wir das durchhalten!

00:54:44: Aber ich würde ein Songtitel nehmen.

00:54:48: Don't stop me now.

00:54:49: Das ist ja so'n Deat was da so viel Energie drin und soviel Wille einfach was zu machen, nach vorne zu gehen.

00:54:57: Und schon auch eine coole Zeit miteinander zu haben.

00:55:00: Das finde ich darf auch nicht zu kurz kommen, dass man gemeinsam erfolgreich sein kann und das finde ich passt ganz gut zu uns.

00:55:06: Sehr schöner Titel!

00:55:08: Vielen vielen Dank für die Folge!

00:55:10: Danke dir!

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