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Corporate Startup: Luxus oder Risiko? - mit Florian H., Bosch Origify (2/2)

Shownotes

Wie verkauft man eine Technologie wie Origify – Rückverfolgbarkeit über die Oberfläche – als skalierbares Produkt in einem Konzernumfeld?

In Teil 2 der Bosch-Reihe spricht Jonas Rashedi mit Managing Director Florian Hachenberger, über Pricingmodelle, Sales-Zyklen, internationale Skalierung und interne Hürden. Es geht um unternehmerisches Denken im Konzern, eigene Entscheidungsräume – und den Mut, auch mal gegen die Prozesse zu schwimmen.

Florian gibt ehrliche Einblicke in interne Pitches, politische Realitäten, die Bedeutung von Vertrauen im Luxussegment – und warum man für echte Innovationen manchmal mit 80 % starten muss.

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Zur Homepage von Bosch: https://www.bosch-origify.com/de/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wie verkauft man Origify als Produkt?

00:00:03: Ein Produkt, was anderen oder Unternehmen generell hilft die eigenen Produkte nochmal zu identifizieren und somit zu validieren dass sie echt sind.

00:00:14: Wie gründ ich überhaupt ein Unternehmen innerhalb von einem Konzern und wie achte ich darauf das auch alle Stakeholder glücklich sind?

00:00:21: Das sind alles.

00:00:22: Fragen dich in der heutigen Folge mit dem lieben Florian.

00:00:24: Beantwortung

00:00:29: Neue Folgen jeden Freitag.

00:00:31: In dieser digitalen Welt gibt es einen speziellen Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet – Daten!

00:00:38: Doch nur die wenigsten wissen sie für sich zu nutzen.

00:00:41: Wer seine Kunden verstehen will um ihnen das bieten zu können was sie brauchen

00:00:45: kommt um ein professionelles Datenmanagement

00:00:47: nicht herum.

00:00:48: Jonas Rascheli interviewt andere Experten aus den Data Bereichen und zeigt Schritt für Schritt wie genau das funktioniert.

00:01:04: Wir haben gestern eine Aufnahme gemacht, von daher ist die zweite Folge mit dem lieben Oliver.

00:01:08: Richtig!

00:01:10: Vielleicht sollte man da vorher rein hören wenn man unsere Folge jetzt hört und haben wir ja so ein bisschen versucht Technik und lass mich Business sagen zu trennen.

00:01:20: Von daher stelle ich nochmal kurz vor wer du bist was du machst Und dann versuche mal so'n bisschen den anderen Blickwinkel zum Thema eures Produktes zu sehen.

00:01:29: Ich werde mir ein Bestes geben.

00:01:30: Ja also ich bin Florian nach Hamburger Geschäftsführer von der Boss Secure Authentication, wir machen das unter dem Produkt namen Origify und da verantwort ich die Businessseite.

00:01:45: Das heißt alle kommerziellen Themen und im speziellen eben auch das ganze Thema Vertrieb, Goto Market und gemeinsam mit Oliver eben Strategie.

00:01:56: Seit wann seid ihr auf dem Markt?

00:01:59: Das ist eine längere Reise, sag ich jetzt mal schon.

00:02:01: Da bin

00:02:01: ich hin!

00:02:02: Den Ursprung von dem ganzen Thema, aber das kann Oliver viel besser erzählen und es hat er wahrscheinlich gestern auch besser erzählt weil er sich das ganze Thema ausgedacht und gepitscht.

00:02:13: Den Urspring hat das ganze tema im Jahr zwanzig achtzehn gemacht.

00:02:16: Dann haben wir das Bosch Intern sozusagen das allererste Mal eingesetzt.

00:02:22: lange daran entwickelt ist er dann auf die Idee gekommen, oh.

00:02:30: Die Lösung könnte ich nicht nur Bosch intern einsetzen sondern eben auch für einen externen Markt.

00:02:38: und da ist er zu einem Innovations Hub gegangen den ich die letzten Jahre dann auch geleitet hatte.

00:02:44: von daher haben wir uns kennengelernt und hat das Thema gepitscht, hat ein Funding bekommen, hat eine kleine Team aufgebaut Das Thema Markt Ready gemacht, sag ich jetzt einfach mal.

00:03:00: Und so wirklich an den Markt gegangen haben wir angefangen, so zwanzig-zwanzig mal reinzugehen.

00:03:08: Was total spannend ist was er gesagt hat und da würde ich mir wünschen dass du sozusagen deine Wahrnehmung machst.

00:03:14: Er meinte manchmal muss man anders sein.

00:03:18: In dem Pitch hätte er sagt eher anders gepitscht als andere.

00:03:22: Wie ist deine Wahrnehung?

00:03:23: Definitiv!

00:03:24: Also ich war... Fun Fact bei seinem allerersten Pitch auch mit dabei, auch wenn ich noch nicht in der Rolle vom Innovationshead oder jetzt in meiner jetzigen Rolle mit dabei war.

00:03:36: Damals war ich Assistent von unserem Vorstand von unseren Präsidenten und habe mich einfach reingesnägt.

00:03:44: Und mein Profil damals war auch als Assistent war ich anders als alle Assistenten davor weil ich auch aus das Starter Welt sozusagen gekommen bin.

00:03:56: Und da habe ich schon gedacht, ah wenn ich jetzt alle Pitche die ich gesehen hab verglichen hab.

00:04:01: Der Typ ist anders.

00:04:03: Allein hat das schon mal angefangen wie er natürlich auf der Bühne gestanden.

00:04:06: Ich meine du hast Oliver gesehen.

00:04:08: im Normalfall hat er immer so eine Weste an.

00:04:10: Das ist einfach sein Markenzeichen.

00:04:12: und wenn ich den normalen Bosch Entwickler angucke dann hat man natürlich ein anderes Bild im Kopf.

00:04:18: Da hast du ja jemandem im Kopf der mit Birkenstocks rumläuft weil in dem Sinne irgendwo hat.

00:04:27: Das hat alleine da schon angefangen, dass er anders war und dann ist natürlich auch sehr aggressiv an das ganze Thema herangegangen.

00:04:38: Er hat verstanden was er als Idee hatte und hat nicht angefangen irgendwie im Klein-Klein irgendwas zu erklären sondern gesagt hier BAM!

00:04:49: Das Ding löst ein Problem was so groß werden kann Und das hat er auch wirklich transportiert.

00:04:57: und in dem ganzen Thema, wie ihr das angegangen habt.

00:05:01: Auch danach war es schon sehr viel okay.

00:05:04: ich will's nicht so machen wie das normale System bei uns macht sondern Ich habe einen Plan im Kopf.

00:05:10: Ich hab meinen eigenen Weg und den ziehe ich durch und mehr oder weniger auch ein bisschen egal was die anderen darüber sagen und dass ist ein bisschen der Attitut die wir im Konzern so gut wie gar nicht mehr haben.

00:05:25: Also das ist schon eine Founder-Attitude, ich krieg erst mal zehnmal aufs Maul weil mir irgendjemand sagt Das ist scheiße was du da machst es wird nie funktionieren und du hast keine Chance das irgendwie umzusetzen und erst rechnen in einem Konzert wie Bosch Weil das passt überhaupt nicht ins Portfolio.

00:05:42: Und er sagt nein Das ist auf jeden Fall der richtige Weg und wir müssen das so durchziehen und ich gehe meinen Weg dadurch einfach dieses Fail, aber immer wieder aufstehen.

00:05:57: Das hat er für innerlicht und das ist auch mit einer der Gründe warum das Thema überlebt hat und soweit gekommen ist wie es jetzt ist.

00:06:05: Weil er so Durchhalt vermögen hat?

00:06:07: Natürlich!

00:06:07: Also neunzig Prozent von den anderen

00:06:12: Team-Liedern

00:06:12: hätten da schon lange aufgegeben gehabt.

00:06:17: Macht der Konzert mit seiner Sicherheit.

00:06:19: was mit Menschen dass man sozusagen sich zurücklehnt, weil ganz viele LinkedIn-Posts gehen ja immer um dieses Wenn du plan B hast funktioniert Plan A nicht.

00:06:30: Du hast die Sicherheit wenn du nicht alles auf eine Karte setzt und es hört sich gerade ein bisschen danach an.

00:06:35: Definitiv!

00:06:36: Das muss man immer noch sagen.

00:06:39: Man kann das Ganze als ein Corporate Startup titulieren und in so einem Setting habe ich davor auch schon gemacht.

00:06:46: Es ist immer was anderes wie wenn So wie wichtiges Starter passt, wenn du mit ohne Money im Game bist.

00:06:54: Ist es was anderes?

00:06:54: Wenn du dir überlegst kann ich nächsten Monat meine Mitarbeiter noch bezahlen, kann ich selber irgendwie mein Essen bezahlen.

00:07:01: Ich habe viele, viele Freunde aus dem Studium und aus dem Bekanntenkreis die selbst gegründet haben Und die haben zu mir damals mit meinem vorherigen Startup oder auch jetzt immer gesagt, ja ihr habt so eine Luxus-Situation.

00:07:16: Weil natürlich wir kriegen weiterhin unsere normalen Gehälter.

00:07:20: das ist vollkommen klar.

00:07:22: ich meine wenn man einen Konzerngehalt bekommt das ist was anderes wie in einem Startup Setting.

00:07:29: da hat man ein ganz anderes Polster plus wenn es nicht funktioniert.

00:07:33: ist es auch nicht so dass man viel viel wichtigerer eigentlich das ganze Thema Kultur also im Konzernen Wenn du Ecken und Kanten hast, die zu behalten über eine längere Zeitraum ist echt schwierig.

00:07:46: Weil das komplette System und die Kultur eigentlich darauf ausgelegt ist sie abzuschleifen weil du musst dir ins Muster passen.

00:07:55: Du musst in die Prozesse passen, du musst in dich ein höhere Plan passen.

00:07:58: Und es für die Welt wo wir herkamen, das Richtige In einer Welt wo du ein standardisiertes Portfolio hattest, wo du standardisierte Kunden hattst und wo du einen standardisierten Markt hattest.

00:08:12: Wir konnten, also wir haben davor zum Antriebstrangengeschäft vom Bosch gehört weil unsere Technologie auch da den Ursprung hatte.

00:08:20: Weil wir die

00:08:21: Verbrennern war das ja.

00:08:22: Genau,

00:08:22: also Abgas-Nachbehandlung haben wir sozusagen die Sensorikeile einzeln rückverfolgt, die so klein waren und so beschaffen waren dass man es mit einer anderen Technologie nicht machen konnte.

00:08:35: Super standardisiertes Geschäft und super gut vorhersehbar!

00:08:38: Das heißt, früher konnten wir ohne Probleme als Bosch vorhersagen.

00:08:43: Welche Motoren, welche Technologien brauchen wir in acht Jahren?

00:08:46: Und zwar in welcher Stückzahl?

00:08:47: und das inner Prognosegenauigkeit der Traum eines jeden Kontrollers.

00:08:55: Das sind die neuen Märkte natürlich komplett anders.

00:08:57: aber für diese standardisierten strukturierten Prozesse und Umgebungen da ist es natürlich super wenn alle so gleich wie möglich sind.

00:09:06: Wenn wir jetzt aber in die Volatilität, ich hasse Wuka als Begriff.

00:09:10: Aber faktisch diese Umgebung wo wir einfach eine massive Unsicherheit haben sehr viel Volatilität haben Da brauchst du Leute die Ecken und Kanten haben.

00:09:21: Du brauchst sie unterschiedlichen Sichtweisen Und du brauchst Mut um die richtigen Entscheidungen zu treffen Weil in so einer Welt ist keine Entscheidung immer die schlechteste Entscheidung.

00:09:33: Das bringt Oliver auf jeden Fall mit bei ORE TV sehr, sehr gut umgesetzt und damit maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

00:09:45: Was hat sich denn bei dir seit Tag eins der Gründung verändert?

00:09:51: Ich habe ein bisschen den Luxus gehabt dass wir davor schon den Innovationsbereich hatten das heißt der Sprung war nicht ganz so weit weil wie in diesem Innovations Bereich schon eine sage ich jetzt mal, softe Prozessumgebung geschaffen hatten.

00:10:10: Das heißt wir hatten da schon schlankere Prozesse Wir hatten sehr viel unternehmerische Freiheit und wir hatten sehr sehr viel Backing vom Topmanagement die eben gesagt haben ihr könnt mehr Risiken eingehen.

00:10:25: was sich dann eben sehr sehr stark geändert hat ist wirklich das es nochmal Ich sag jetzt mal Ernsthaftigkeit und Validität bekommen hat.

00:10:34: Weil davor warst du eben ein Projekt in einem Innovationsbereich, ich mein als CDO kennst du das?

00:10:42: Innovationsprojekte die sind super cool!

00:10:44: Die sind ganz oft immer aber auch eine Spielwiese und wenn halt was nicht funktioniert dann schaltet man es halt wieder ab und wie du sagst dann kriegen sie halt ne andere Aufgabe.

00:10:51: Wenn man jetzt auch eine eigene Company aufsetzt hat das schon nochmal einen anderen Stellenwert.

00:10:56: also damit war der Druck Und das Commitment vom Konzern auf das Thema wurde nochmal auf ein komplett anderes Level gehoben.

00:11:06: Das heißt, wir haben einen Boost in verschiedenen Dimensionen bekommen.

00:11:13: Einmal von dem ganzen Thema Druck – ja!

00:11:16: Wir haben ein höheres Commitement und damit haben wir auch eine andere Erwartungshaltung natürlich bekommen.

00:11:21: Wir haben mehr Freiheiten bekommen, wir sind zwar immer noch ein bisschen in die Konzertstrukturen eingebettet aber schon mit um einiges mehr Freiheit, als man es im normalen Konzernumfeld sonst haben könnte.

00:11:33: und die Eigenmotivation.

00:11:35: Dadurch dass eben dieses Vertrauen in uns als Team gesetzt worden ist, ist schon einmal ein ziemlicher Boost rausgegangen.

00:11:43: und alleine diese Denkweise wenn ich jetzt gerade den Vertriebsweg gucke davor haben wir natürlich Definierte Prozesse gehabt.

00:11:51: Was mussten wir machen, um Angebot rausgehen zu können?

00:11:55: Ja ja über Jahre hinweg eingeschleifte Prozeste.

00:11:57: Quality

00:11:57: Gates was weiß ich war es und jetzt auf einmal konnten wir die selber definieren.

00:12:02: Wir müssen natürlich Compliance Qualität und alles weiter in sicherstellen.

00:12:07: das ist auch sehr gut.

00:12:10: aber wir haben jetzt auf ein mal die Möglichkeit gehabt kalkuliere Risiken einzugehen die wir davor nicht hatten.

00:12:16: Das heißt, wir haben jetzt viel mehr Experimente machen können.

00:12:19: Wo wir einfach sagen konnten, alles klar!

00:12:20: Wir gucken uns mal diesen Markt an.

00:12:23: Den hätten wir davor nie angeschaut.

00:12:25: Einfach nur aus einer... Ja nee das können wir ja als aus einer Robotbosch GmbH raus nicht machen.

00:12:32: Also wir sind jetzt teilweise relativ viele in Afrika zum Beispiel unterwegs.

00:12:37: Wir arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, wir arbeiten mit Regierungen zusammen.

00:12:43: In einem normalen Konzernumfeld.

00:12:46: Würdest du nicht mal auf die Idee kommen, solche Kunden überhaupt anzugehen?

00:12:49: Weil sich dann natürlich jeder einschalten würde und sagen würde ah oh da müssen wir jetzt überall natürlich drauf gucken.

00:12:55: Und da darf man natürlich keinen Fehler machen.

00:12:57: Da habt ihr mehr Freiheit wird?

00:12:58: Dann

00:12:59: haben wir definitiv mehr Freiheit beziehungsweise wir haben einfach glaube ich mehr Mut diesen Schritt zu gehen.

00:13:08: Du verantwortest gerade sozusagen auf bisschen Seite den Mut, oder?

00:13:12: Korrekt.

00:13:12: Davor muss man halt zu jemandem gehen und fragen, ah dürfen wir das machen?

00:13:17: Jetzt sagen wir, wir machen das... Wir gehen natürlich weiterhin zu den Compliance-Abteilungen, die bla.

00:13:22: blubb!

00:13:22: Natürlich wenn man mit einem afrikanischen Staat irgendwo zusammenarbeitet, muss man aufpassen.

00:13:27: ganz klar ich meine da gibt es sehr viele Fallstricke.

00:13:31: aber wir können uns von uns auch einfach sagen alles klar Wir prüfen diese Sachen selber durch und treffen dann selber die Entscheidung.

00:13:38: Und davor... Ihr werdet

00:13:39: also mehr Unternehmer?

00:13:40: Definitiv,

00:13:41: ja.

00:13:41: Macht das was mit dir als Mann?

00:13:47: Ich würde sagen, ich sage von mir selbst dass ich dieses Gen schon eine ganze Weile irgendwo in mir habe weil ich seit im Umfeld zwar im Konzern unterwegs bin Ist immer noch was ganz anderes, natürlich wie jemand der wirklich mit eigenem Geld da unterwegs ist.

00:14:11: Aber ich sage jetzt mal, innerhalb eines Konzerns geht kaum mehr Unternehmer-Tum als das, was wir jetzt machen dürfen.

00:14:21: Cool!

00:14:23: Ich hatte mir irgendwie notiert dass ihr auf der CES-Wart

00:14:29: war?

00:14:29: Ja.

00:14:29: Das

00:14:30: war frisch gerade.

00:14:32: Genau, im Januar.

00:14:34: Oliver ist mehr oder weniger fast vom Flughafen hergekommen.

00:14:38: Was ich so ein bisschen wahrgenommen habe und vielleicht kannst du mir noch etwas dazu sagen... Ist es eher eine Show für Tech Nerds?

00:14:46: Oder macht man da Business?

00:14:49: Ich glaube das hat sich extrem was gewandelt.

00:14:53: Das ist repräsentativ für die komplette Tech und Daten- und IT-Industrie.

00:15:00: Also das allererste Mal auf der CS war, es war im Jahr zweizig, siebzehn, zwanzig, achtzehnt.

00:15:04: Da waren noch so, da sind die Gadgets gezeigt worden, da waren die Nerds unterwegs und als wir als Bosch das erste mal waren haben alle gefragt was machen die überhaupt hier?

00:15:12: Die verkaufen irgendwie Waschmaschinen und ja, so Automotiv Sachen und sowas.

00:15:17: aber da ist man ein bisschen komisch angeguckt worden.

00:15:22: Dieses Jahr sah das komplett anders aus.

00:15:25: Wenn ich jetzt mal auf unsere Leads schaue, die wir heimgebracht haben mehr als ein Drittel sind Geschäftsführer und CEOs gewesen Und von der Anzahl der Leads her war es die beste Messe, die in den letzten zwei Jahren gemacht haben.

00:15:42: Das heißt vom Business Impact her hat sich das sehr gut gemacht.

00:15:48: Du musst mit Technik und mit Data Mehrwert schaffen, muss dem Business helfen.

00:15:54: Und da geht es nicht darum die du jetzt sagst sozusagen Innovationsprojekte voranzutreiben dass man mal zeigen kann was da cool funktioniert sondern auch wenn du dann zehn zwanzig fünfzig tausend Euro wie auch immer in ein Projekt steckst muß ich's danach rechnen.

00:16:09: also privat investiere ich ins startups aber das mache ich auch nicht damit ich mehr Geld los werde sondern ich hoffe das eins von zehn funktioniert.

00:16:16: Das muss richtig.

00:16:17: Las Vegas ist ja die perfekte Spielwiese, wenn ihr Geld einfach nur loswerden willst, musst du nur ins Casino gehen

00:16:23: und dann dreht

00:16:24: sich die

00:16:25: Zahlen.

00:16:25: Die nehmen sich das sehr gerne, das Geld.

00:16:28: Nee, definitiv.

00:16:30: Für mich ist da das Thema Innovation.

00:16:33: Also für mich ist es allein schon eine Definitionssache.

00:16:37: Alle möglichen Leute reden über Innovation sagen ich bin im Innovationsumfeld

00:16:42: usw.,

00:16:42: wenn man dann wirklich mal nachfragt was machen sie?

00:16:45: dann bauen sie irgendwelche Prototypen oder sind in der Entwicklung, bauen neue Technologien und so was.

00:16:51: Für mich Innovationen ist es erst wenn's ein Problem löst und jemand dafür zahlt.

00:16:55: Also ob etwas eine Innovation war sehe ich erst immer nach ein paar Jahren.

00:17:01: von daher...

00:17:02: Wie sich die Markt etabliert

00:17:03: da?

00:17:03: Ja natürlich!

00:17:04: Es ist nur eine Innovation wenn er sich etabliert hat.

00:17:07: sonst ist es vielleicht ne Erfindung oder coole Technologie.

00:17:11: Aber Innovation ist immer sozusagen der Dreiklang.

00:17:13: Es muss ein Problem lösen, es muss Geld bringen, also ein viable Business Model irgendwo sein und natürlich auch in der Organisation selbst funktionieren.

00:17:25: Also das sind ja die drei Hauptpfeiler, dass aus einer coolen Idee eine Innovation damit wirklich ein Business werden kann.

00:17:37: Und das können die Amerikaner natürlich um einiges besser wie die meisten Europäer, weil wir immer noch diesen Technikfokus haben.

00:17:45: Wir wollen das letzte Prozent noch irgendwo rausholen.

00:17:49: Ja, wir wollen den Prozess optimieren.

00:17:50: Natürlich!

00:17:51: Also wenn ich mir angucke in meiner alten Rolle was sagen Entwickler, die kommen sind zu mir gekommen in Innovationshappen und gesagt Ich habe hier die beste Technik.

00:18:02: Ich sage ja super cool welches Problem löst es?

00:18:06: Ja ich muss da jetzt nur nochmal ein bisschen besser.

00:18:08: und dann kommen alle und kaufen das.

00:18:11: und denen dann begreiflich zu machen.

00:18:13: Nein, kein Mensch wird kommen und das kaufen wenn es kein Problem löst.

00:18:18: Und wenn das

00:18:18: Problem nicht groß genug ist?

00:18:19: Korrekt!

00:18:21: Das ist das wo wir ein bisschen pragmatischer werden müssen und eben auch sagen müssen okay ich gehe mit einer Achtzig-Prozent-Lösung in den Markt und guck erstmal wie eine Reaktion darauf ist und pass es an.

00:18:33: Und das können die Amis sehr gut.

00:18:36: Wir sind da mittlerweile auch besser geworden aber ja... wir haben noch was aufzuholen.

00:18:44: Noch mal zurück zur Messe und zu den Lieds.

00:18:47: Da stellt sich ja sozusagen die Frage, wie kann man und welches Preismodell liegt dahinter?

00:18:50: Wir haben ja gar nicht besprochen!

00:18:52: Und was ich verstanden habe ist ihr habt so ein Mix-Modell also Sassgebühren und auf der anderen Seite aber auch Hardware, die Box, die sozusagen fotografiert ist, ob ich es mir gemerkt... Ist die Box der Enabler?

00:19:04: verkauft man das noch mit?

00:19:05: Ist es das Addon, was sozusagen der Kunde so bekommt?

00:19:09: oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:19:11: Oder wie verkaufst du's im Kunden?

00:19:14: Auch hier wieder, es kommt darauf an welches Problem der Kunde hat.

00:19:18: Also es ist keine One Fits All Lösung.

00:19:21: Oliver hat gestern was zu Uhren gesagt.

00:19:23: Lass uns auch

00:19:25: Uhren als Beispiel nehmen.

00:19:26: Ich glaube das ist auch der Grund wo die Box ein bisschen herkommt.

00:19:29: also jetzt nicht im speziellen Uhren aber Luxussegment.

00:19:33: unser initialer Ansatz war eben diese diese Devices für Luxus-Shops zu nehmen, dass die im Shop stehen.

00:19:41: Da direkt eine Verifizierung durchgeführt werden kann.

00:19:45: Deswegen sind sie auch so schön designed wie Sie jetzt gerade sind.

00:19:49: Sagt zwar jeder sieht aus wie eine Kaffeemaschine.

00:19:51: aber mittlerweile nehmen wir das als Kompliment nicht als Offense.

00:19:56: Aber wir haben eben gemerkt, die Anwendungsfälle sind sehr, sehr divers.

00:20:02: Und deswegen sehe ich es nicht als nur an ein Enabler oder das Business Model sondern wir sehen uns als Full-Liner.

00:20:11: Wenn ich mir jetzt die Konkurrenz angucke da gibt's viele Startups.

00:20:14: sie sagen ja Ich habe meinen Algorithmus und den verkaufe ich aber ich nehme Falke einfach mal zum Beispiel.

00:20:22: Jetzt bin ich gespannt

00:20:24: Wenn jetzt ein Start-up zu euch kommt und sagt, ich habe hier eine Algorithmus.

00:20:28: Den könnt ihr einsetzen damit eure Kunden die Socken identifizieren können.

00:20:34: Dann sage ich, lasst sie euch das vorführen?

00:20:35: Und so weiter sagt er es cool!

00:20:37: Und dann sagt er okay, könnt ihr kaufen drei mal fünfzig?

00:20:41: Und dann kauft ihr das und denkt ja ok und was jetzt?

00:20:46: Wo baue ich die ganze Infrastruktur?

00:20:48: Und das ist der Weg, wo wir einen anderen Weg gegangen sind wie die meisten.

00:20:51: Wir haben die Hardware um direkt anfangen zu können für kleinere Volumen und wir haben die Kompetenz eine Linienintegration zu machen, um es direkt in Fertigungslinien zu integrieren.

00:21:01: Was großvolumiger

00:21:02: ist, was

00:21:03: für die großvoluminigen Sachen ist?

00:21:04: Das ist das, was der Bosch durchgehend für alles macht.

00:21:09: Da können wir auch weltweit mehr oder weniger die Leute hinschaffen, die das tun.

00:21:15: Die Cloud-Kompetenz, Bosch hat jahrelang eigene Clouds betrieben.

00:21:21: Das heißt wir haben da sehr viele Leute plus wir haben die Algorithmenkompetenz wo wir in unsere Algorithme eben jetzt auch Sachen rein fahren lassen was so gut wie kein anderer kann.

00:21:36: Wir bringen in die Algorithmen Sachen vom autonomen Fahren mit ein.

00:21:40: Ich meine, da hat man sehr viel Object Detection, da haben wir sehr viel Performance, da hatten wir Echtzeit, Computing... Da haben wir Experten aus unserem Research, die eben reingehen.

00:21:52: Wir haben also Robotik-Sachen, die da mit einfahren in die Algorhythmik was sonst auch irgendwie keiner kann.

00:22:00: von daher jetzt bin ich ein bisschen ausgeschwenkt.

00:22:03: aber die Antwort darauf ist Es ist nicht Enabler, es ist nicht das Haupt-Business-Model mit nur der Hardware sondern es ist einfach ein Teil des kompletten Portfolios und nur mit dem Ganzen wird am Ende etwas draus was auch wirklich sich komplett durchsitzen kann.

00:22:19: Wenn ich nur einen Baustein nehmen würde dann kann ich mir vielleicht einen kleinen... ein kleines Stückchen vom Markt irgendwie schneiden, mit dem ich den ersten Investor irgendwie überzeugen kann und ein paar Jahre überleben kann.

00:22:33: Aber werde ich mich damit durchsetzen und wirklich den Standort für die Technologie in der Zukunft setzen?

00:22:39: Nee, werde ich nicht!

00:22:40: Dafür muss sich die komplette Palette eben anbieten können und da sind wir so happy dass wir einen Konzern wie den Bosch im Backbone haben.

00:22:53: Was ich jetzt gerade denke ist, was haben wir vorne so ein bisschen besprochen?

00:22:56: Wenn du diesen heiligen Gral hast der schön glänzt und der fancy ist also die neue Technik wie du einsetzen willst.

00:23:03: Und du bist jetzt beim Kunden!

00:23:04: Wie lange sind denn eure Sales Prozesse bei so Luxus Sachen?

00:23:10: wollen ihr das morgen einsetzen und brauchst eine ganz kurze Onboardingphase oder läuft es über einen längeren Zeitraum?

00:23:16: Also wir haben uns da viele Gedanken gemacht, haben natürlich auch angefangen mal zu optimieren.

00:23:21: wie können wir unseren on-boarding Prozess verbessern.

00:23:25: Aber eigentlich ist das komplett nicht notwendig weil wir sind nicht der Partner, der der Bremse ist, der langsam ist und es ist auch vollkommen in Ordnung unverständlich.

00:23:37: wenn ich jetzt ein Luxusmarkt als Beispiel nehme was ist das allerwichtigste im Luxusmarkt?

00:23:44: Vertrauen!

00:23:45: und die Marke.

00:23:46: Das sind die zwei, also Marke ist gleich Image.

00:23:49: das sind die beiden Hauptthemen und das was wir machen verbindet die Technologie die eingesetzt wird mit der Marke.

00:23:58: weil wenn ich jetzt ein Luxus-Urenhersteller bin und ich gebe an meine Kunden eine Technologie nach draußen und am Ende funktioniert sie nicht richtig und sagt deine echte Uhr ist fake Das ist der Worst Case überhaupt.

00:24:18: Wenn das ein einziges Mal passiert, gibt es eine Riesenschütz-Dorm und das ist das Schlimmste was für die passieren kann.

00:24:25: Und da stehen... Da sind die finanziellen Sachen gar nicht so.

00:24:28: das Wichtige also... Genau!

00:24:32: Der Trust.

00:24:33: Und dadurch ist es ein Thema dass sehr lange dauert.

00:24:35: von daher ja wir können schon über Sales Cycles von zwei drei Jahren meistens reden.

00:24:42: Jetzt drehen wir das Ganze wieder um.

00:24:44: Konzern, Start-up als Start up.

00:24:47: ohne Konzerne im Background bräuchtest du ja lange Affinanzierung?

00:24:50: Ja Leute die lange an dich glauben aber auch wenn du es jetzt umdrehst in den Konzernen müsst ihr intern verkaufen dass das Thema lange dauert.

00:24:58: Korrekt.

00:24:58: Also die müssen auch Vorstände wechseln ja auch öfters in Konzeren also müsst ihr sozusagen ja auch mehrere Perioden sozusagen schaffen zu fragmentieren

00:25:08: Definitiv!

00:25:09: Wir haben da Glück In unserem Top-Management jetzt eine relativ gute Konstanz drin hatten über die letzten Jahre und sieht auch so aus, als ob das noch eine Weile so bleibt.

00:25:23: Von daher sind die Grundvoraussetzungen für uns da ziemlich gut.

00:25:26: aber ja natürlich das ist eines der Hauptthemen vor allem wenn man halt mal drauf guckt was jetzige Strategie gerade von dem Geschäftsbereich an den wir angegliedert ganz viele neue Themen anfangen, neue Märkte erschließen.

00:25:42: Nicht der Hauptfokus da ist eher wir retten unser Cam-Geschäft und machen das so profitabel wie möglich gerade die Strategie und deswegen ist es natürlich sehr wichtig dass man ein gutes Stakeholder Shareholder Management macht und das beschäftigt uns natürlich gerade als Geschäftsführung auch.

00:26:04: also das unterscheidet sich glaube ich nicht ob du jetzt in einem Konzern unterwegs bist, wo du eben deine Topmanager irgendwie bespaßen musst oder ob du als richtiges Start-up draußen unterwegs bist.

00:26:17: Wo du die ganze Zeit mit deinen Investoren irgendwo auch schauen musst dass die jetzt happy sind und zufrieden sind.

00:26:22: Ich glaube die Zyklen sind natürlich ein bisschen anders Und es ist für uns schon einfacher an Investments zu kommen als es jetzt für einen Start up ist.

00:26:33: auf der anderen Seite Die sind meistens gekapselt.

00:26:38: Also wenn ich jetzt mal überlege, dass sich für unser Thema auf einmal irgendwie ein hundert Millionen Investment bekommen würde was ein Start-up draußen hinkriegen könnte.

00:26:53: Wenn das das Potenzial und Disfraction nachtreist Das ist bei uns natürlich schon um einiges schwieriger.

00:26:59: da sind wir schon um Einiges konservativer als sitzen wie sie.

00:27:04: Wenn ich verstanden habe und wenn wir versuchen so ein bisschen die Kunden uns angucken, ist es einmal BtoB an die verkauft ihr.

00:27:10: Es gibt aber BtoC.

00:27:12: Ihr habt ja auch eine Weitlabel-App für Endkunden.

00:27:18: Ist da wirklich der Case, dass ich in den Laden gehe und meine Uhr abscanne?

00:27:21: Und zu validieren ob die echt ist oder... Ich denke eher an BtoB-seitig.

00:27:30: Also Return Management von Uhren.

00:27:32: Da kann ja was passiert sein, Supply Chain Absicherung.

00:27:35: Das sind ja eher die Cases wo ich die größeren Probleme und Schmerzen sehe, die ihr absichern könntet.

00:27:42: Wenn ich jetzt hier im europäischen Markt schaue definitiv Also gerade einen CFO zu überzeugen, ein Investment in eine neue Technologie zu machen.

00:27:52: Den kriegst du bei solchen Sachen eben eher über.

00:27:55: ich habe verbesserte Prozesskosten.

00:27:57: Ich optimiere die Prozesse, die da sind.

00:28:00: Ich hab Sachen, die einfach zu rechnen sind, sag' ich jetzt mal.

00:28:04: Da sind wir viel, viel stärker in den B-to-B-Cases unterwegs.

00:28:08: Aber jetzt muss sich die typische... Konsultenantwort natürlich geben it depends.

00:28:13: Wenn ich jetzt nach Asien oder nach Afrika gucke, das sieht es ganz komplett anders aus weil was wir als Westeuropäer westliche Weltmenschen im Kopf haben, wer mit viel über die Uhren geredet Ich gehe jetzt in einen Luxus-Urbenshop rein und ich kaufe da eine Uhr.

00:28:32: Die Chance dass sich da ein Fake kauf ist fast nicht existent.

00:28:40: Jetzt denkst du mal an Indien, da sieht das komplett anders aus.

00:28:46: Und jetzt gehen wir mal weg von der Luxus-Uhr wo... sorry eigentlich ist es egal ob sie echt oder nicht weil was geht dadurch kaputt?

00:28:55: Geld für den Endverbraucher!

00:28:57: Jemand der sich eine Uhr vor zehn, zwanzig, dreißig tausend Euro kauft Das tut ein bisschen weh aber das stuppt er von mich.

00:29:04: Wenn ich jetzt aber an andere Sachen denke.

00:29:06: BtoB-Prozesse, wo was kaputtgehen kann?

00:29:09: Nein!

00:29:09: Ich meine wirklich Produkte für einen Endverbraucher.

00:29:12: Das

00:29:12: hat Oliver gesagt gehabt.

00:29:14: Medizin

00:29:16: in China.

00:29:17: Ganz ganz großes Thema in den letzten paar Jahren das Milchpulver für Babys.

00:29:23: Ganz viel gepanschtes Milchpolver.

00:29:26: Riesen riesen Problem.

00:29:28: und was es passiert?

00:29:29: mehr oder weniger die Kompletten... chinesischen Kollegen von uns, die auch hierhergekommen sind.

00:29:34: Wenn sie wieder zurückfliegen?

00:29:35: Was nehmen Sie mit?

00:29:36: Milchpulver!

00:29:37: Ganz ganz viel Milch-Pulver für Babys und wenn man... Ich habe kleine Kinder von daher.

00:29:42: ich sehe das jedes Mal oder mittlerweile brauche ich zum Glück nicht mehr.

00:29:45: aber jedes mal wenn ich so eine Milch pulver Packung aufgemacht hab Auch hier in Deutschland ist auf jedem Auf jeder Verpackung oben ein Kyaku drauf womit du identifizieren kannst ob der echt ist und wann er produziert wurde.

00:30:00: Krass.

00:30:02: Und da brennt mein Herz dann immer ein bisschen, weil ich mir denke ... Den QR-Code kann ich einmal scannen und dann ist er kaputt.

00:30:11: Weil einen QR Code kann ich ganz einfach genauso einfach fälschend den.

00:30:15: Druck ich einfach genau so nochmal drauf.

00:30:18: Das heißt die Kollegen von der Milchpulverhersteller haben sich irgendeine Lösung geholt, weil sie nichts Besseres haben.

00:30:26: Mit unserer Technologie kann man das viel viel viel besser machen Aber es ist natürlich trotzdem ein Low-Margin-Produkt und damit ist das nicht der erste Case, wo jemand aus Europa oder aus einer... Ich mache da mit sozusagen eine Ratio.

00:30:46: Damit anfängt!

00:30:48: Da funktioniert's meistens eher wirklich über das ganz flötig.

00:30:53: Ich bin Luxushersteller CEO und ich will das haben weil es meinem Image gut tut.

00:30:59: Das ist für uns natürlich ein viel einfacher Case zu rechnen, wenn das sie so sagt ja ich will.

00:31:04: Aber was ist die... Was ist so?

00:31:06: der meiste Pitch den ihr habt?

00:31:09: Der meiste kann ich wirklich einfach nicht sagen.

00:31:12: Aber es ist ein Produkt wo die Leute auf euch zukommen?

00:31:15: Ja!

00:31:16: Also ihr müsst gar nicht aktiv pitchen?

00:31:19: Es ist eine Mischung.

00:31:19: Natürlich pitchen wir viel aktiv um in den Markt reinzukommen.

00:31:23: Aber ihr macht keine Kaltakwiese.

00:31:24: Wir machen auch Kaldakwiesen definitiv aber wir kriegen bis zwanzig Prozent, ohne dass wir jetzt aktiv Werbung machen oder Ähnliches kriegen.

00:31:40: Wir inbauen Sales an Fragen und auch als Industrien, wo wir überhaupt noch nicht auf dem Sturm hatten.

00:31:47: Aber jetzt hört hier jemand den Podcast?

00:31:49: Ja!

00:31:49: Welcher Größe lohnt sich denn das überhaupt einzusetzen?

00:31:52: Das würde mich jetzt mal interessieren.

00:31:53: Also meiner Sicht ab LotSizeOne Also sobald du ein Start-up hast...

00:31:58: Ja, aber es ist immer Aufwand gegen Ertrag.

00:32:02: Also preismäßig wirst du jetzt wahrscheinlich nicht viel erzählen oder wirst Du was sagen?

00:32:06: Wir können über Preise reden, das ist kein Thema!

00:32:09: Mich interessiert

00:32:09: das total weil das ist ja genau die Aufgabe und dass man sich erchallengen will.

00:32:15: Du kaufst die Technik Aber wie groß muss das Problem sein?

00:32:19: Das Problem muss natürlich relevant für dich als Firma sein.

00:32:24: Die Frage ist auch ganz immer Wenn ich jetzt in dem Markt unterwegs bin, wenn ich im Medizinbereich unterwegs bin ab Tag eins.

00:32:34: Weil sie bald ein Menschenleben irgendwo in Gefahr ist, ist es wichtig dass das Ding echt ist.

00:32:40: Wenn ich in einem Luxusmarkt irgendwo unterwegs bin was sind die aller aller wertvollsten Uhren?

00:32:48: Das sind meistens ganz alte... Wenn ich jetzt anfange eine neue Marke aufzubauen und das mein Ziel ist, dass sich in den hochpreisigen Luxusegmenten unterwegs bin.

00:32:59: Dann sollte ich eigentlich jetzt schon anfang die kompletten Maßnahmen für meinen Markenschutz irgendwie loszulegen.

00:33:05: Unser Preisingmodell ist so aufgebaut, dass es nicht so ist, du hohe Abfrontkosten hast.

00:33:11: Wir haben auch ein spezielles Preising-Modell für Startups.

00:33:15: Das heißt sie können wirklich mit einer Saasvieh mit einem Monats Abo ... zwei bis dreistellig im Monat unterwegs bist, starten.

00:33:26: Also das ist kein großes Investment um loszulegen?

00:33:31: Okay jetzt wird ein Case drauf!

00:33:34: Aber natürlich wenn ich jetzt einen großen...

00:33:38: Das hört sich immer so groß an.

00:33:39: wir bauen, weil Bosch sorry meine Wahrnehmung und dieses Wir bauen das Thema natürlich in Linien, wird es ein bisschen teurer sein.

00:33:50: Da wird

00:33:51: definitiv teuer sein.

00:33:55: Denkt man jetzt an Riesenbeträge?

00:33:57: Klar!

00:33:58: Ich sage jetzt aber auch mal unser Basismodell mit dem wir intern eigentlich immer rechnen ist, ein Per-Piece-Preis und wie wir dann das Package machen.

00:34:09: für den Kunden ist immer noch einmal was anderes.

00:34:11: ob ich da zum Monats-Abo eine Flatrate oder wirklich einen Per-Peace-Preise draus mache Im Hintergrund ist in unserer Berechnung immer eine Purpose Betrachtung.

00:34:21: Das heißt, wir gucken uns entweder an wie viele Produkte werden registriert?

00:34:26: weil also unser Ansatz ist ja nicht ne KI wo ich lerne Sondern wir registrieren jedes einzelne Produkt, das

00:34:35: produziert wird.

00:34:35: Aber du kannst es ganz schmagen über Oldtimer die Fertigke gestellt werden und alle registriern Einzel-Elemente.

00:34:43: Kunstobjekte.

00:34:44: Du kannst ja alles sozusagen nach und nach validieren auf Auktionen.

00:34:49: Definitiv!

00:34:51: Die Anwendungsgebiete sind super breit und das ist Fluch und Segen zugleich.

00:34:55: Dann kriegst du es nicht reproduziert.

00:34:57: oder ein Fälscher würde nicht schaffen?

00:35:00: Habe ich jetzt verstanden bei hundert, zehntausend Merkmalen sozusagen das nachzumachen?

00:35:06: Weil er hat sich auch verstanden von Oliver.

00:35:08: Ich hoffe, ich habe es richtig im Kopf.

00:35:11: Ihr habt ja nicht das Bild selbst abgespeichert.

00:35:14: also keiner kommt dran.

00:35:15: man müsste das Original neben sich liegen haben und zwar reingesummt auf der Ebene um dann ansatzweise dahin zu kommen.

00:35:23: Korrekt aber auch da Stand jetzt.

00:35:27: Ich meine, wir haben super viele Fertigungsexperten beim Brusternen sich das natürlich auch alle in Deps angeguckt.

00:35:32: bevor wir mit so einem Werteversprechen rausgehen können muss natürlich jeder da mal drauf geguckt haben.

00:35:37: Wir sehen nicht dass in den nächsten Jahrzehnten eine Technologie existiert, dass man sowas nachbauen kann.

00:35:45: Wir haben auch geschaut okay Haben wir durch Quantencomputing zum Beispiel ein Anwendungsfall wo es zu einer Gefahr für uns werden kann weil wenn wir jetzt mal von einer, wir reden immer über eine Authentifizierung und viele Anfragen kommen dann zu uns auch wieder.

00:36:00: Könnt ihr IT-Authentifozierung machen?

00:36:03: Nee!

00:36:03: Wir reden über Produktauthentifuzierung.

00:36:05: Ja, IT-Autentifenzierung durch Quantentechnologie ich meine du bist in dem Bereich unterwegs ein Passwort geknackt mit einem Quantencomputer ist Millisekunden wo man davor Jahre irgendwie dafür gebraucht hat.

00:36:17: Und das war ein Thema wo wir uns auch angeguckt haben Wo wir gesagt haben ah das ist was wo vielleicht sozusagen geknackt werden kann, haben Forschungsprojekt auch dann aufgesetzt wo wir mit dem DLA und der Bundesdruckerei zusammengearbeitet haben.

00:36:37: Und die erste Analyse war eigentlich ja ne, dass es da ist kein Angriffsvektor den wir jetzt gerade sehen.

00:36:44: was angreifbar ist, ist der Kommunikationsweg.

00:36:48: Das ist natürlich immer ein Angriffsvektor, wo irgendwie reingehen kann und deswegen haben wir mit ihnen auch jetzt vor drei Monaten vier Monate gemeinsam einen Demonstrator aufgebaut.

00:37:00: Wo wir unsere Technologie mit Quantenverschlissender Kommunikation in Ulm mal aufgesetzt haben um.

00:37:09: der Use Case war Ein Arzt identifiziert sich für eine remote Operation sozusagen und die komplette Kommunikation zwischen Arzt- und OP-Gerät sozusagen läuft ein Quantenverschlüsselt ab.

00:37:26: Aber

00:37:26: könnte ich mich jetzt an meinem PC, mit meinem iPhone, mit der Kamera identifizieren indem ich mal Fingerabdruck mache?

00:37:35: Weil das die Technologie müsste sie doch haben!

00:37:38: Das würde wahrscheinlich sogar gehen, wir haben uns aber aktiv dagegen entschieden eine Identifikation von Personen zu machen sondern wir konzentrieren uns wirklich nur auf Objekte und Produkte.

00:37:49: Weil dann

00:37:49: könntet ihr ja in diese ganze Fähre einsteigen?

00:37:52: Da müsste man wahrscheinlich nochmal einiges anpassen.

00:37:55: vom Grundsatz her könnte das wahrscheinlich funktionieren Aber da haben wir uns wirklich aktiv dagegen entscheiden weil Damit fällt man dann sofort unter alle möglichen Exportkontrollrechtlichen Vorgaben und so weiter.

00:38:09: Deswegen ist es jetzt gerade bei uns eben auch ausgeschlossen, dass jemand einfach sagt okay ich nehme diese Technologie und benutze sie dafür um Menschen zu identifizieren.

00:38:21: Das ist systemseitig bei uns gerade ausgeschlossene.

00:38:24: Aber

00:38:24: Florian sehen wir euch in den vierundzwanzigen Monaten irgendwie im digitalen Produkt pass?

00:38:29: Das könnte gut sein!

00:38:32: Die Eins gehörte, wo wir da sozusagen gerade noch haben ist dass die EU leider in der Regulierung sicher auf einen zweiten Barcode oder QR-Code committed hat als Anker.

00:38:48: Was meiner Meinung nach der falsche Ansatz ist weil was wird dadurch passieren?

00:38:52: Wir waren jetzt die ganze Zeit bei einer Luxusur.

00:38:55: Eine Luxusurenhersteller wird keinen QR Code auf seine Uhr machen.

00:38:59: Das sieht ziemlich kacke aus.

00:39:02: Das heißt, wie wird das Aussehen?

00:39:03: Der wird ein Zettel beilegen oder seine Garantiekarte oder sonst irgendwas wo ein QR-Code drauf ist.

00:39:10: Aber die Verbindung zwischen dem Produkt und diesem QR Code ist dann nicht mehr da.

00:39:17: Und wenn man mal ehrlich ist außer wenn es jetzt wirklich was sehr sehr teures ist Also ich halb die ganzen Zetteln die irgendwie beiliegen nicht auf.

00:39:26: Die landen bei mir meistens relativ schnelle Müll und damit ist es ein schönes Beispiel, wie eine Regulierung mal wieder am wirklichen Nutzen vorbei segelt.

00:39:36: Und da sind wir deswegen auch dran eben zu sagen ne es muss auch alternative Anker sozusagen für so eine DPP-Regulierung geben.

00:39:45: Mir fällt jetzt gerade Mont Blanc oder sowas ein.

00:39:48: das wären ja alles Cases die funktionieren würden.

00:39:53: Wäre ein sehr schöner Case für unsere Technologie.

00:39:57: Das heißt,

00:39:57: wenn die das jetzt hier werden sollen sie sich bei dir melden?

00:39:59: Sie dürfen sich sehr gerne melden.

00:40:02: Kriegen Sie also

00:40:02: eine Kaffeemaschine?

00:40:03: Wenn

00:40:04: Sie eine Kaffemaschine haben wir bauen Ihnen dann gerne auch einen wo noch mal Kaffee rauskommen.

00:40:09: aber er wird ja schon darüber gesprochen.

00:40:11: die meisten von unserer Kunden gerade im Luxussegment verbieten uns darüber zu sprechen mit wem wir arbeiten weil sie dadurch meistens zusätzliche Sicherheitshöhe sehen.

00:40:23: Der beste Case ist ja Kunden, die positiv über euch sprechen?

00:40:26: Definitiv!

00:40:27: Aber jetzt seid ihr im Segment wo wir nicht über Kunden sprechen können... Ja

00:40:32: Das ist ein zweischneidiges Schwert sage ich immer.

00:40:39: Mein Hauptargument ist das Produkt selbst muss dann einfach so überzeugen dass es egal ist wer sonst einsetzt.

00:40:46: und das zweite Argument ist gerade wenn ich jetzt in dem Luxusmarkt unterwegs bin Das ist teilweise ganz gut, weil die sind teilweise verkappte Künstler.

00:40:58: Die denken nicht so wie ein deutsche Ingenieur oder ein deutscher Manager, sondern bei denen ist es ganz viel.

00:41:05: Aber wenn der das hat ... Nee, dann kann ich das nicht auch nehmen!

00:41:09: Von daher ist das gar nicht mal so schlecht.

00:41:14: aber das is eine Community Da kannst du dir sicher sein die wissen wer, wer wen einsetzt.

00:41:24: Von daher was viel viel wichtiger ist als dieses ich kann case studies publishen oder sonst irgendwas du musst in diesen circle rein.

00:41:33: also gerade die luxusbranche is eine community und da muss man rein und das sind wir als bosch natürlich bis jetzt noch nicht drin.

00:41:46: das heißt dass es viel arbeit wo wir wo wir sozusagen reingehen müssen und auf der anderen Seite, wir sagen immer Trust is a product.

00:41:58: Das ist unser Claim, das ist unsere Slogan.

00:42:01: Auf der einen Seite stellen wir den Marken etwas zur Verfügung womit sie ihren Kunden gegenüber ein Vertrauen ins Produkt zurückgeben können aber auch die Art und Weise wie wir mit ihnen zusammenarbeiten immer sehr vertrauensbasiert.

00:42:18: Das heißt, wenn wir jetzt mit größeren Firmen zusammenarbeiten haben wir meistens den Sales-Prozess genauso aufgesetzt dass wir den komplett auf Vertrauensbildende Maßnahmen aufsetzen.

00:42:30: Das heißt dieses Vertrauen von ich weiß hier der Platz hirsch setzt das ein bilden wir darüber ab dass wir immer im normalen Fall eine Machbarkeitsstudie machen und das heißt wir holen uns die Produkte vom Kunden, wir analysieren die Wir geben den Report zurück damit sie wirklich wissenschaftlich bewiesen haben.

00:42:50: Das funktioniert auch mit meinem Produkt, dann machen wir einen POC mit ihnen ein Pilot gemeinsam.

00:42:56: das ist alles nichts was skaliert.

00:42:59: aber in dem Luxusmarkt zum Beispiel brauche ich nicht skalieren der ist überschaubar von der Anzahl der Marktteilnehmer da es viel viel wichtiger dass wir das Vertrauen schaffen und dann wird das über Mundpropaganda so oder so funktionieren.

00:43:18: Ja, ich glaube es ist eine gute abschließende inhaltliche Antwort.

00:43:26: Ich habe zwei Fragen die ich aktuell jedem Gast stelle.

00:43:31: Die eine Frage hat sich ein bisschen geändert nämlich was technisches?

00:43:36: Was du jetzt gerade in deinem Leben hast.

00:43:38: Könntest du wenn auf einer einzelne einsame Insel gehen würdest sozusagen nicht vermissen?

00:43:43: also was würdest du mitnehmen?

00:43:45: Und dann natürlich der Klassiker, den ich schon seit Jahren frage.

00:43:48: Welchen Filmtitel würdest du unserer Folge geben?

00:43:55: Was würde ich... Ich bin leider wenn man meine Frau fragen würde die würden sofort sagen dein Smartphone.

00:44:03: Ich bin da irgendwie ein bisschen so'n Smartphone-addict.

00:44:05: von daher würde ich das sagen ist zwar nicht gesund aber ich glaube dass es die ehrliche Antwort und der Filmtitl Born to be bold.

00:44:21: Wir haben viel über Mut und Unternehmertum gesprochen, das ist der Spirit mit dem wir unterwegs sind und das wollen wir auch bei allen unseren Mitarbeitern rüberbringen genauso bei unseren Kunden.

00:44:38: Vielen Dank für die Frage!

00:44:40: Danke für die Einladung hat Spaß gemacht.

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